Kreis Südliche Weinstraße Immer mehr Südpfälzer Gemeinden organisieren Nachbarschaftshilfe

Gehören Sie zur Risikogruppe und brauchen Hilfe bei Alltagserledigungen? Viele Menschen bieten ihre Unterstützung an.
Gehören Sie zur Risikogruppe und brauchen Hilfe bei Alltagserledigungen? Viele Menschen bieten ihre Unterstützung an.

SÜW. Die Corona-Pandemie schränkt insbesondere das Leben von älteren Menschen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und von Familien mit Kindern ein. Diese brauchen Hilfe, etwa beim Einkauf, bei Botengängen zum Arzt und zur Apotheke oder bei der Kinderbetreuung. In immer mehr Gemeinden wird deshalb eine Nachbarschaftshilfe organisiert.

In Kapellen-Drusweiler will der Beigeordnete Wilfried Diwisch, zuständig auch für den sozialen Bereich, Hilfesuchenden und Nachbarschaftshelfer zusammenzubringen. Er bietet an, dass sich beide Seiten unter der Rufnummer 06343 61612 bei ihm melden, damit die Nachbarschaftshilfe organisiert werden kann.

Auch in Venningen wird eine Nachbarschaftshilfe organisiert. Die AG Zukunft im Dorf bietet in Zusammenarbeit mit dem TSV Venningen-Fischlingen einen Einkaufsservice für die älteren Mitbürger an. Melden kann man sich bei der Aktion „Nachbar hilft“ unter Telefon 06323 9399140. Das Telefon ist dienstags von 16 bis 18 und donnerstags von 10 bis 12 Uhr besetzt. Ansprechpartner ist auch Rico Trauth vom TSV unter Telefon 0160 95760283.

In der VG Maikammer bieten die Ortsgemeinden sowie die Landjugend Maikammer und die Nachbarschaftshilfe Kirrweiler einen Einkaufsservice an. Wer Hilfe benötigt oder Betroffene unterstützen möchte, kann sich an folgende Kontaktdaten wenden: Nachbarschaftshilfe Kirrweiler (Telefon 0151 14365758) oder i-Punkt (Telefon 06321 5079), Ortsgemeinde Maikammer, Ortsbürgermeister Karl Schäfer (Telefon 06321 589933 oder karl.schaefer@maikammer.de), Tourist-Info St. Martin (Telefon 06323 5300).

In Gleisweiler ruft Ortsbürgermeister Thorsten Rothgerber zur nachbarschaftlichen Mithilfe auf, zum Beispiel beim Einkaufen oder beim Gang zur Apotheke. Die Ortsgemeinde organisiert eine Gruppe von Helfern, die bereitsteht, um Einkäufe zu übernehmen. Wer Hilfe benötigt, soll sich bei Rothgerber melden, telefonisch ist er von montags bis freitags von 8 bis 9 Uhr unter 06345 9597949 erreichbar, auch ein Anrufbeantworter ist geschaltet. Erreichbar ist er auch per E-Mail an buergermeistergleisweiler@web.de.

Für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen bietet die Gemeinde Hochstadt einen Einkaufsservice an, sofern diese nicht von Familienmitgliedern oder Nachbarn versorgt werden können. Lebensmittel und Hygieneartikel können von 9 bis 12 Uhr telefonisch im Kindergarten unter 06347 6776 bestellt werden. Die Einkäufe werden in Hochstadter Geschäften getätigt und am gleichen Tag ausgeliefert.

Der Jugendgemeinderat von Gleiszellen-Gleishorbach möchte Menschen über 70 Jahren aus dem Ort unter die Arme greifen und für Sie einkaufen. Liefertage werden Dienstag und Donnerstag. Wer Unterstützung benötigt, kann sich bei Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gittler von Montag bis Freitag jeweils von 14 bis 17 Uhr unter Telefon 06343 7007575 melden.

Das Seniorenbüro und die Ehrenamtsbörse in Landau sind bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Einrichtungen sind aber weiterhin dienstags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr telefonisch unter 06341 141162 sowie per E-Mail unter seniorenbuero-landau@t-online. de erreichbar. Zu diesen Zeiten vermittelt das Seniorenbüro Einkaufshilfen für Senioren. Dafür arbeitet es mit dem Projekt „Landau hilft Landau“ zusammen.

Die Jugend des Alpenvereins Landau bietet Menschen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, Hilfe an – zum Beispiel beim Einkaufen, Briefe wegbringen oder Gassi gehen. Die Hilfe wird ohne persönlichen Kontakt geleistet. Erreichbar ist die Jugendsektion per E-Mail an jugendhilft@dav-landau.de und telefonisch unter 0176 29159002, täglich von 10 bis 15 Uhr.

Die Ökumenische Sozialstation Landau wird mit ihrem Hauswirtschafts- und Betreuungsdienst Einkäufe erledigen. 60 Mitarbeiter sind dafür in Landau und in der VG Landau-Land tätig. Die Einkaufslisten können per Telefon, Fax oder E-Mail übermittelt werden. Kontakt: Pflegedienstleiterin Heidrun Müller, Telefon 06341 92130 oder 921345, E-Mail info@sozialstation-landau.de.

Wenn Bürger aus Pleisweiler-Oberhofen, die wegen des Coronavirus mehr gefährdet sind als andere, Hilfe benötigen, sei es für Einkäufe oder anderes, können sie sich bei Ortsbürgermeister Roland Gruschinski unter Telefon 0171 4461812 melden. Er wird die Hilfsangebote koordinieren.

Hilfe wie Einkaufsfahrten für Risikogruppen bietet der Verein „Prinzip Hoffnung“ aus Vorderweidenthal an. Kontaktiert werden kann Stefan Steigner, der die Anliegen koordiniert, unter Telefon 0173 7158218.

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