Hochstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Im Adler fing alles an: Eheleute Rummel feiern Diamantene Hochzeit

Neben dem Besuch von Sohn und Tochter und deren Partnern freuen sich Gerda und Heinz Rummel auch auf ihre vier Enkel und der zwe
Neben dem Besuch von Sohn und Tochter und deren Partnern freuen sich Gerda und Heinz Rummel auch auf ihre vier Enkel und der zwei Urenkel.

Alles begann an Fastnacht im Februar 1960. Gerda Krebs, die aus Zeiskam stammt, und Heinz Rummel, der aus Hochstadt in die Zeiskamer Wirtschaft „Zum Adler“ gekommen war, hatten einige Tänze hinter sich gebracht, allerdings nicht miteinander.

Beide kannten sich aber schon ein wenig. Ein Schulkamerad von Heinz Rummel war damals mit einer Frau aus Zeiskam liiert. Dann forderte Heinz Rummel Gerda Krebs zum Tanz auf. Und eines führte zum anderen. Seit 60 Jahren sind sie nun verheiratet, seit ebenso langer Zeit leben sie in der Hauptstraße in Hochstadt, wo Heinz Rummel einen landwirtschaftlichen Betrieb führte. Daraus ging das Weingut hervor, in dem jetzt sein Enkel Patric das Sagen hat.

Die standesamtliche Trauung von Gerda und Heinz nahm der damalige Ortschef von Zeiskam, Arthur Bräunig, am 24. August 1962 vor. Zu einer ungewöhnlichen Trauungszeit, nämlich um 19 Uhr. Tagsüber hatten die Beteiligten schlicht und ergreifend keine Zeit. „Anschließend gab es zu Hause von meiner Mutter zubereitete Bratwürste“, erinnert sich Gerda Rummel.

„Nahes Verhältnis zur Kirche“

Das Paar feiert seinen Jubeltag bewusst erst heute, am 25. August, dem Tag seiner kirchlichen Trauung. „Wir haben bis heute ein sehr nahes Verhältnis zur Kirche und besuchen auch noch immer regelmäßig den Gottesdienst. So hatte der Tag unserer kirchlichen Trauung unser ganzes Leben lang schon immer die Priorität vor der standesamtlichen Zeremonie“, erklärt Gerda Rummel.

Kirchlich getraut wurde das Paar von Pfarrer Fritz August Goetz in der evangelischen Kirche in Zeiskam. Damals schon mit dabei, wenn auch noch in Mamas Bauch, war Sohn Harald. Er kam im Januar 1963 zur Welt. Tochter Karin, die bei der Verbandsgemeinde Offenbach als Standesbeamtin tätig ist, folgte im Juni 1965.

Mann bei der Arbeit geholfen

Neben seiner Arbeit in Feld, Flur, Weinberg und Weingut war Heinz Rummel bei der Hochstadter Feuerwehr aktiv und gehörte auch dem Gemeinderat an. Auch der Bauern- und Winzerschaft und der Landjugend drückte er in Führungspositionen seinen Stempel auf. Neben der Erziehung der Kinder und der Führung des Haushaltes half Gerda Rummel ihrem Mann täglich bei dessen kräftezehrender Arbeit. Auch sie engagierte sich in Vereinen, war beispielsweise Vorsitzende der Landfrauen. Dem Singen ist sie bis heute treu geblieben und trifft sich regelmäßig mit Gleichgesinnten im Mehrgenerationenhaus in Offenbach.

Die Eheleute Rummel erinnern sich gerne an die Weinfeste, die sie im oberbayerischen Hohenpeißenberg ausrichteten. „Damals kam die Knappschaftskappelle von dort zu den Weinfesten in Hochstadt und irgendwann ergab es sich, dass wir dann dorthin fuhren. Wir nahmen unseren Wein mit, und dann haben wir dort viele Jahre Weinfest gefeiert.“

Eine große Feier wird es heute nicht geben. „Wir werden sehen, wer kommt, und dann gehen wir zum Sterne Sepp essen. So, wie wir das vor zehn Jahren zur Goldenen Hochzeit auch gemacht haben“, sagt Gerda Rummel.

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