Kreis Südliche Weinstraße „Ich glaube an diese Stadt“

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Bad Bergzabern ist im Aufwind. Nach etlichen Geschäftsschließungen herrscht nun Aufbruchsstimmung. Auch beim Traditionsunternehmen Malysiak. Der frischgebackene Werbekreisvorsitzende hat zum verkaufsoffenen Sonntag am Ostermarkt seine dritte Filiale eröffnet. Er will etwas bewegen. Aber an die Einstellung des viel diskutierten City-Managers glaubt er nicht. Dazu fehle das Geld.

Angesichts der hohen Schuldenlast könne die Stadt pro Jahr lediglich 60.000 Euro zur Verfügung stellen. Das reiche nicht. Zudem gibt es hinter den Kulissen unterschiedliche Auffassungen, um nicht zu sagen Streit. Stadtplaner Hans Dennhardt favorisiert einen City-Manager, der beim Werbekreis auf wenig Gegenliebe stößt: Erstens zu teuer und zweitens habe der Kandidat eine nicht ausreichende Ausrichtung, so Malysiak. Dennhardts Mann sei im Wesentlichen auf die Geschäftswelt fixiert. Der Werbekreis wünscht sich eine Person, die auch den Tourismus- und Gastronomiebereich gleichwertig einbindet. Des Weiteren solle der City-Manager erst eine Bestandsaufnahme der Stadt machen. Das lehnt Malysiak ab: „Wie oft sollen wir noch Studien machen? Die sind alle in Schubladen verschwunden. Wir haben genug Papier produziert. Wir wissen doch, wo die Probleme sind. Es ist an der Zeit, endlich mal etwas davon umzusetzen.“ Vor diesem Hintergrund hat der Werbekreis bei seiner Mitgliederversammlungen Eigenanteil von 5000 Euro für den Posten des City-Managers storniert. Bei all dem Zwist fasst sich der Werbekreis auch an die eigene Nase: „Der Werbekreis muss schlagkräftiger werden“, so der neue Vorsitzende. Einiges werde und wurde angegangen. So der neue Veranstaltungskalender. Bei den großen Festen, Märkten und verkaufsoffenen Sonntagen will der Werbekreis Schwerpunkte setzen. Beim Ostermarkt waren das Autoschauen auf Plätzen in der ganzen Stadt. Beim deutsch-französischen Bauernmarkt am Muttertag soll das Thema Zweiräder im Mittelpunkt auf dem Marktplatz stehen. Grundsätzlich sieht Malysiak gute Zukunftschancen für Bad Bergzabern. Und er geht mit gutem Beispiel voran: Mit der Neueröffnung seiner dritten Filiale namens „Pfanntasstisch“, einem gut sortierten Haushaltswaren-Geschäft in der oberen Marktstraße, gegenüber seinem Juwelier- und Lederwaren-Geschäft. „Es war die richtige Entscheidung zu erweitern“, ist Malysiak überzeugt. Klar, das Kaufverhalten habe sich verändert, viele Leute bestellten ihre Sachen im Internet. Aber das sei nicht alles: „Service, Service, Service. Geht nicht, gibt’s nicht. Ich muss auf die Kunden zugehen, gute Beratung bieten. Das kann das Internet nicht.“ Es scheint was dran zu sein: Das neue Haushaltwaren-Geschäft laufe gut: „Über den Erwartungen. Wir haben nur positive Rückmeldungen. 90 Prozent der Kunden, die in den Laden kommen, kaufen auch etwas.“ (rww)

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