Kreis Südliche Weinstraße Haushalt: So wenige Schulden wie lange nicht mehr

«Maikammer.» Die Zahlen haben die Mitglieder des Ortsgemeinderats Maikammer zufrieden gestimmt: Einstimmig haben sie am Dienstag den Haushaltsentwurf für 2018 beschlossen. Die Schulden liegen erstmals seit 2003 unter zwei Millionen Euro.
Das Minus der Gemeinde Maikammer beträgt 2018 aller Voraussicht nach 1,98 Millionen Euro. Eine erfreuliche Entwicklung, sagte Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU) in seiner Haushaltsrede. Daniel Kern von der CDU ging sogar soweit, „dass der Plan einem Tränen in die Augen treiben könnte – im positiven Sinn“. „Die SPD stimmt natürlich zu“, sagte der Fraktionsvorsitzende Markus Sell. Die geplanten Investitionen verbesserten Maikammers Infrastruktur und seien deshalb „sehr sinnvoll“. 300.000 Euro sind zum Beispiel für sozialen Wohnungsbau vorgesehen. Der Umbau der 400-Meter-Rundbahn in eine Kunststoffbahn kostet laut Plan 600.000 Euro, von denen das Land 184.000 Euro übernimmt. „Wir können dem Entwurf voll zustimmen und sagen ,Weiter so’“, sagte Thomas Herrmann, Fraktionsvorsitzender des Bürgerforums. „Wir sind auf einem guten Weg“, meinte auch FWG-Fraktionsvorsitzender Otto Stachel. Es sei wichtig, Speck anzusetzen, wenn es einem gut gehe, also in finanziell rosigen Zeiten Geld auf die hohe Kante zu legen. Der Beschluss für den Etat fiel einstimmig. Ein etwa 720 Quadratmeter großes Grundstück benötigt die Ortsgemeinde Maikammer für ein oberirdisches Rückhaltebecken für Regenwasser. 400 Quadratmeter sind für ein unterirdisches Becken geplant. Oberhalb davon könnten am Eingang des Gebiets acht Stellplätze geschaffen werden, hieß es in der Sitzung. Außerdem beschloss der Rat, einige Grundstücke aus dem Bebauungsplan für „Im Eulbusch“ herauszunehmen und diese dem Plan für „Im Eulbusch III“ hinzuzufügen, um die Zufahrt zum neuen Baugebiet über die Diedesfelder Straße zu ermöglichen. Außerdem beschlossen die Ratsmitglieder, die Friedhofgebühren um fünf Prozent anzuheben. Im aktuellen Haushalt übersteigen laut Schäfer die voraussichtlichen Ausgaben mit 63.300 Euro die Einnahmen (48.600 Euro). Mit der Kostensteigerung könne dieses Defizit um rund 2400 Euro auf etwa 12.300 Euro gesenkt werden.