Kreis Südliche Weinstraße Hauenstein/Rinnthal: Planer geben Gas bei B10-Ausbau
Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) gibt Gas beim B-10-Ausbau. 2019 will der Kaiserslauterer LBM-Leiter Richard Lutz mit der Planung für den Abschnitt Hauenstein bis Rinnthal starten. Zum wohl teuersten Abschnitt, dem Tunnel bei Annweiler, sagt er: „Wir prüfen, ob wir dort noch ein raumplanerisches Verfahren brauchen oder direkt in die Planung für die zweite Tunnelröhre einsteigen.“ 2018 will Lutz die Detailplanung für den Abschnitt Hinterweidenthal bis Hauenstein angehen.
Diesen ambitionierten Zeitplan verkündete Lutz in der Sitzung des Hauensteiner Verbandsgemeinderats. Der LBM-Leiter präsentierte dem Rat die drei Varianten für den Ausbau zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein. Lutz favorisiert die Bündelungstrasse, bei der ein Teil der Strecke auf der bestehenden B 10 verläuft inklusive des Abrisses des Gasthofs Frauenstein und des Wohnhauses an der Wolfsdelle. Dann schwenkt die Fahrbahn nach Süden, um an der Felsnase wieder auf die bestehende B 10 zu treffen. Die Kosten seien mit 61 Millionen Euro die geringsten der drei Varianten. Der Ausbau auf der Bestandstrasse käme auf über 80 Millionen Euro und die Südtrasse auf 63 Millionen Euro. Dieser B-10-Abschnitt wird trotzdem der bisher teuerste. Mehrere Ratsmitglieder favorisierten eine noch südlichere Variante, die erst nach der Felsnase auf die alte B 10 treffen würde. Lutz gab jedoch zu bedenken, dass dann die teure Planung für den dreistreifigen Ausbau an dieser Stelle obsolet wäre. Der Rat wird laut Bürgermeister Werner Kölsch (parteilos) bis Ende Januar eine Stellungnahme an den LBM senden.
Fünf bis sieben Jahre Bauzeit
Als nächste große Baustelle wird der dreistreifige Ausbau im Bereich der Felsnase kommen. Laut Lutz muss das Projekt noch mal öffentlich ausgelegt werden, da ein umfangreiches Naturschutzgutachten nötig gewesen sei. Auf Baurecht hofft er Anfang 2019. Bis die Bagger den Fels anknabbern, werde es 2021 werden. Für den Ausbau wird das Felsmassiv oben abgeflacht, um eine Richtungsfahrbahn dorthin zu verlegen. Für den Ausbau zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein werde das Bundesverkehrsministerium wohl im kommenden Frühjahr entscheiden, welche Variante realisiert wird. Dann könne die Detailplanung beginnen, die etwa zwei Jahre dauere, und noch mal ein Jahr für die Genehmigung durch das Bundesverkehrsministerium. Für das anschließende Planfeststellungsverfahren wollte Lutz keine zeitliche Prognose abgeben. Die Bauzeit schätzt er auf fünf bis sieben Jahre.