Kreis Südliche Weinstraße Harley- und Naturfreund
Am Sonntag sind die Bürger von Erlenbach und dem Ortsteil Lauterschwan aufgerufen, nicht nur den Landtag zu wählen, sondern auch einen neuen Ortsbürgermeister. Als einziger Kandidat hat sich Dirk Eichberger für das Amt beworben.
Eichberger ist 41 Jahre alt, geboren in Bad Bergzabern, verheiratet und hat drei Kinder. Aufgewachsen ist er in Hatzenbühl, hat dort die Grund- und in Rheinzabern die Hauptschule und danach die Berufsbildende Schule Landau besucht. Er ist gelernter Kfz-Mechaniker und hat fünf Jahre lang für den Zuckerrübentransport der Südpfalz GbR in Herxheim gearbeitet. Von 1993 bis auf den heutigen Tag arbeitet er in der Zweirad-Werkstatt Zassel in Steinweiler, die besonders durch ihren Harley-Vertrieb über die Südpfalz hinaus bekannt ist. Aber Eichberger ist auch Naturfreund: „Ich bin mit der Landwirtschaft groß geworden und habe schon früh eigene Tiere gehalten.“ Das hat die Familie dazu bewogen, nach einem Anwesen Ausschau zu halten. Sie fand es unterm Berwartstein und zog 2002 mit ihren Schafen hierher. Hier gründete sie einen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb mit Schwerpunkt Schafhaltung, den Linsenbühler Hof. Der vergrößerte sich zusehends, sodass Eichberger in seinem erlernten Beruf nur noch halbtags beschäftig ist. In Erlenbach widmet er sich hauptsächlich der Landschaftspflege. Er hält etwa 200 Schafe. Seit 2015 hat er sich zur Offenhaltung der Talaue rund um das Dorf sieben Wasserbüffel zugelegt, mit bisher positivem Ergebnis. Daneben hält er sechs Glanrinder. „Mit der Landwirtschaft und den Erlenbacher Leuten bin ich sehr zufrieden“, versichert er. Trotz der vielen Arbeit hat Eichberger nochmals die Schulbank gedrückt. Erst vergangene Woche hat er bei der Landwirtschaftskammer seine Ausbildung zum Tierwirt und Schäfer mit Erfolg abgeschlossen. Im Gemeinderat ist Dirk Eichberger seit der Wahl 2014. Das habe sich zunächst so ergeben, weil er vom Ortsbürgermeister daraufhin angesprochen wurde. In den Rat ist er gleich mit den meisten Personenstimmen eingezogen. Seit der Zeit ist er auch zum ersten Beigeordneten gewählt. „Bernd Arnold hat mich gut eingeführt. Die Arbeit macht mir auch Spaß“, erklärt er. Er engagiert sich seit Jahren im Dorf, bei den örtlichen Vereinen und den örtlichen Veranstaltungen. „Im Gemeinderat haben wir ein gutes Klima“, findet er. In den vergangenen Jahren habe sich einiges in Erlenbach positiv verändert. An diesen Trend wolle er anknüpfen. Große Zukunftsvisionen wolle er bei der schwierigen Finanzlage der Gemeinde nicht aufzeigen. Wichtig sei für ihn, das Bestehende zu erhalten. So werde auch die Arbeit von Bernd Arnold fortgesetzt. In diesem Jahr soll endlich das neue Feuerwehrgerätehaus auf der Rückseite des Gemeindehauses erstehen. Anschließend soll das alte Feuerwehrhaus abgerissen werden und der Dorfplatz neu angelegt werden. (na)