Maikammer
Guggemol: „Schoppebänkel“ mit Kölsch
Jetzt, wo an sich wieder die närrische Zeit in vollem Gange wäre, denkt Volker Orlemann oft an seinen Hochzeitstag – obwohl der gar nicht mal im Januar ist. Seine Frau Petra und er haben am 11. November 2011 geheiratet: „Damals war ich auch noch im Elferrat der Päädel-Dancers in Maikammer“, erzählt der Pfälzer. Seine Ehefrau dagegen stammt aus der Karnevalshochburg Köln. Und so haben sich die beiden nach der Trauung dann daheim in der Maikammerer Weiherstraße sowohl mit Wein als auch mit Kölsch zugeprostet. Die Hochzeitsgäste konnten ebenfalls frei wählen.
Das „Schoppebänkel“ ist also eine Oase der Ruhe für das Paar. Derzeit sogar eher zu ruhig, findet Volker Orlemann: „Oft bringen wir Touristen sogar etwas Wein, wenn sie Pause machen und nett sind“, erzählt er lachend. Derzeit sei ja aber leider weiter „nur eine coronakonforme Rast ohne einen Plausch möglich“. Das nimmt er dennoch mit Humor: „Der Mund-Nasen-Schutz könnte sonst leichte Spuren von Dornfelder enthalten.“ Die Anti-Corona-Maßnahmen findet er sehr wichtig, darum hat er sogar die Deko-Flaschen an der Bank weggeräumt.
So bleibt den Orlemanns nur, ab und zu selbst und ganz allein auf ihrer Bank zu sitzen, zwischen einer schönen Muskateller- und einer raren Pusztatrauben-Rebe. Immerhin ist eindeutig geklärt, wie die fünfte Jahreszeit bei Orlemanns korrekt benannt wird: „Natürlich Karneval“, sagt Volker Orlemann. Dieser Punkt geht also ganz klar an die Kölnerin. Aber dafür hat der Pfälzer schließlich sein stilechtes „Schoppebänkel“.