Maikammer RHEINPFALZ Plus Artikel Guggemol: Geschützte Karottennase

Beschirmte Schneefrau.
Beschirmte Schneefrau.

Am vorvergangenen Montag konnten wir an dieser Stelle einen typischen Schneemann zeigen: Augen und Mund aus Steinen, kleine Rübennase, kugeliger Körper. Er ist trotz Klimawandel nicht ausgestorben, lautete die Kernaussage. Und das sogar als völlig ungeplante Punktlandung am 18. Januar, dem seit 2010 jährlich gefeierten, internationalen „Tag des Schneemanns“. Immerhin hatte der Schnee für zwei Kugeln gereicht.

Was aber ist jetzt mit der Gleichberechtigung im Schnee? Klar, dass diesmal auch noch eine Schneefrau ran muss. Gebaut wurde sie am Mittwoch von Leserin Irmgard Groß aus Maikammer. Aus im eigenen Hof zusammengekehrtem Neuschnee wurde eine 1,50 Meter-Dame, die sehr chic einen „Mund-Karottennasen-Schutz“ trägt.

Gedicht zur Winterzeit

Die 74-jährige Erbauerin freut sich besonders, weil sie schon nach Weihnachten das passende Gedicht vorverfasst und nur auf mehr Schnee vor der Tür gewartet hatte: „Endlich, endlich ist es soweit – ich sehnte herbei die Winterzeit! Ich war kurz davor, auf der Kalmit Schnee zu klauen, um damit einen Schneemann zu bauen! Doch dieses Jahr nicht mit Gelbrübennase – es ist eine Schneefrau mit Hut und Maske auf der Nase. Auch trägt sie keinen Besen spazieren, nein – einen Schirm hat sie in der Hand, der verhindert auch noch, dass sich die Viren vermehren. Ja, das wär’ die Lösung: Wenn jeder einen bunten Schirm würd’ kriegen, könnten wir vielleicht schneller Corona besiegen.“ Denn Irmgard Groß betont: „Jedes Gedicht braucht bei mir ein gutes Ende.“

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