Kreis Südliche Weinstraße Gottes Segen hinaus in die Welt tragen
Die Pfarrgemeinde St. Maria Himmelfahrt Herxheim erlebte am gestrigen Sonntag einen Freudentag: Neupriester Dominik Rieder, der vom Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki im Dom zu Köln zum priesterlichen Dienst geweiht worden ist, feierte in seiner Heimatkirche seine Heimatprimiz. Er ist der 21. Primiziant aus Herxheim nach dem Zweiten Weltkrieg .
Dominik Rieder feierte seine Heimatprimiz unter sehr großer Anteilnahme der Gläubigen. Er betonte seine herzliche Verbundenheit mit seiner Heimatgemeinde. Mit seiner Bescheidenheit und Dankbarkeit hat er die Herzen der Herxheimer gewonnen. Heimatpfarrer Arno Vogt begrüßte bei der Abholung am großelterlichen Wohnhaus den Sohn der Pfarrgemeinde, der seiner Berufung gefolgt sei. Nach langem Studium und intensiver Vorbereitung auf das Priesteramt könne ihn sein künftiges priesterliches Wirken in alle Welt „verschlagen“ , gab Vogt, verbunden mit den besten Glückwünschen, Rieder mit auf den Weg. Dominik Rieder werde zunächst einige Jahre im Erzbistum Köln als Kaplan tätig sein, bevor er in der ganzen Welt eingesetzt werden könne. Er gehöre nämlich zur Gemeinschaft des „Neokatechumenalen Weges“ , die Priester in die ganze Welt entsende, erläuterte Vogt. In sehr großem festlichen Primizzug mit Messdienern, Seminaristen und Priestern wurde der Pimiziant unter den Klängen der Kolpingkapelle Herxheim durch die Obere Hauptstraße über den Kirchberg auf einem einmaligen, äußerst schmuckhaft gelegten Blumen- und Bildornamanten-Teppich hinauf zum Gotteshaus geleitet, wo der Einzug und das Primizamt gefeiert wurde. Von einem Bläser-Ensemble, Orgel und Kirchenchor St. Maria unter Leitung des Ehepaares Bernhard und Angela Arbogast wurde die Feier begleitet und ausgestaltet. Der Primizprediger Pfarrer Bernhard Spieß (Ramstein-Miesenbach), der seit seiner früheren Kaplanzeit in Herxheim mit Dominik Rieder freundschaftlich verbunden ist, sprach über Berufung und Nachfolge Christi im Priesteramt sowie über die Einladung Christi zur Vergebung der Sünden. Der Neupriester sei herausgerufen worden, einen besonderen Dienst zu leisten als Stellvertreter Christi, er sei aufgefordert, den Menschen Mut zu machen, zu kommen und Christus zur Vergebung zu begegnen, verdeutlichte der Prediger. Der Priester sei berufen, in der Vielfalt der Sakramente den Menschen zu dienen, besonders in der Sündenvergebung. Christus sei der Einladende und der Priester sei der Bevollmächtigte wie Christus zu sprechen: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ Am Ende des Primizamtes dankte Dominik Rieder allen, die dazu beigetragen hätten, das Primizfest würdig zu begehen. In seinen Dankeswortes vergaß er niemanden. Er nannte alle einzeln, die das Fest vorbereitet, mitgestaltet und mitgefeiert haben. Er dankte maßgeblich seinen Eltern, seiner Familie und Verwandten, die ihn innerlich immer mitgetragen hätten, den früheren Kaplänen in Herxheim, dem alten und neuen Pfarrer, Bernhard Bohne und Arno Vogt, die ihn auf seinem Weg fördernd begleitet hätten. (hr)