Kreis Südliche Weinstraße Gläubige wählen Fenster aus

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Für etwa 100 Gläubige der Neuapostolischen Kirche in Bad Bergzabern war der vergangene Freitag ein besonderer Tag. Es wurde Richtfest für den Kirchen-Neubau an der Landauer Straße gefeiert. Auf dem Platz der ehemaligen Schieferkirche wurde nun ein flexibler Flachbau mit großen Aussparungen für Transparenz, Licht und farbenprächtigen Kirchenfenstern erbaut.

Zur Feier des Tages sang der Chor das Richtfestlied „Herr, wir kommen heut“. Dazu sagte der Bezirksvorsteher von zwölf Gemeinden aus der Region, der Bezirksälteste Erwin Deubel: „Wir wollen den Gläubigen eine moderne Begegnungsstätte öffnen. Mit einem Treff für Senioren, Jugendliche und der Sonntagsschule.“ Zu Gast war der Apostel für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Clement Haeck, und der neuapostolische Bischof für die Bezirke Rhein-Pfalz und Trier, Friedbert Kreutz. Die zum Richtfest gekommenen neuapostolischen Christen freuen sich darauf, in ihrer neuen Kirche bald den Gottesdienst besuchen zu können. Dazu erläuteret Gemeindevorsteher Imo Hauß: „Wir sind ja seit letztem Jahr sozusagen ausgelagert und feiern unseren Gottesdienst im Haus des Gastes. Aber so langsam wächst der Wunsch, wieder in die eigene Kirche zurückkehren zu dürfen.“ Hauß erinnerte an die vorherige Begegnungsstätte. Die sei zwar schön anzuschauen gewesen, „war aber im Winter eiskalt und im Sommer konnten es da drin auch schon mal bis zu 40 Grad heiß sein“. Das sei auf Dauer nur schwer zu ertragen, so Hauß. Der ehemalige Bau stand auf 30 Pfählen. Er war innen aus Holz und außen mit Schieferplatten verkleidet. 1952 wurde die Neuapostolische Gemeinde in Bad Bergzabern gegründet. Und im Juni 1979 war das alte Kirchengebäude eingeweiht worden. 35 Jahre lang hatte die außergewöhnlich anzuschauende kleine Kirche der Gemeinde als Begegnungsstätte und Gotteshaus gedient. Nach eingängiger Beratung hatte sich Architekt Malte Rätzel nicht für eine energetische Sanierung entschließen können, sondern für ein neues Gebäude (die RHEINPFALZ berichtete). Der Neubau wird auf Kosten von etwa einer Million Euro geschätzt. Die neue Kirche bietet nun Platz für etwa 120 Gläubige , er umfasst zirka 300 Quadratmeter. Und er kann die durch den Zulauf der Kirchgänger aus Annweiler erweiterte Gemeinde komplett aufnehmen. Eine Überraschung hatte Imo Hauß für die Mitglieder seiner Gemeinde: Sie dürfen über die verschiedenen Ideen für die Glasfenster für den Neubau demokratisch entscheiden. Die Einweihung soll, wenn alles weiter nach Plan läuft, im ersten Quartal des kommenden Jahres erfolgen. Der Bau der Kirche wird durch einen Opfertopf, also durch Spenden der neuapostolischen Christen aus der ganzen Welt, finanziert, da es vom Land keinen Zuschuss gibt. Als Erinnerung an die alte Kirche werden fünf Weinreben, die am Altar befestigt waren, im neuen Gotteshaus verewigt werden, versprach Gemeindevorsteher Imo Hauß. |alve

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