Kreis Südliche Weinstraße Genussmeile mit Wohlfühl-Atmosphäre
An einem eher schmuddeligen Wintertag wurde mit Licht, Farben und guten Weinen eine Atmosphäre im Kurpark geschaffen, in der sich die Gäste wohlfühlen konnten. Lila, apfelgrün, gelb oder blau leuchteten rund 50 große Würfel auf der Rasenfläche des Parks. Auf dem Rundweg waren 19 Spitzpagodenzelte für Winzer von Schweigen bis Maikammer aufgestellt, an denen Weine probiert werden konnten. LED beleuchtete Stehtische oder rustikale flambierte Palettensitzmöbel an jeder Station, an denen auch ein Heizpilz für Wärme sorgte, luden zum Verweilen ein. Leise Lounge-Musik begleitete die gesamte Genussmeile, an der auch Kulinarisches angeboten wurde. „Es ist das Zusammenspiel von Beleuchtung, Atmosphäre und in erster Linie den ausgezeichneten Weinen, die die Winzer anbieten“, erzählt der Betriebs- und Projektleiter des ersten Genussevents in dieser Form, Michael Chmura, bei einem Rundgang mit der RHEINPFALZ. Die Gäste stehen an den Zelten oder sitzen an der Wärmequelle, probieren und studieren eifrig den Genießerpass, mit dem man für 18,50 Eintritt kostenlos zehn Weine probieren kann. Zwei Paare aus Bad Bergzabern probieren gerade ihren ersten Wein, einen Rosé aus Hochstadt. Er mundet. „Es ist eine tolle Atmosphäre“, finden sie. „Schön“, findet Michal Katz den Anblick aus ihrem Zelt, in dem sie Wein ausschenkt, den Blick auf die vielen bunten Würfel, die heimelig wirkenden beleuchteten Zelte und die in vielen Farben angestrahlten Bäume. „Es soll ein regionales Highlight werden, bei dem hochwertige Produkte der Region farblich mit einer professionellen Beleuchtung inszeniert und angeboten werden“, fasst Michael Chmura zusammen. Bei der Landesgartenschau habe seine Firma ebenfalls das Genießerleuchten inszeniert, dies sei aber die erste Veranstaltung dieser Art. „Hier konnte ich mich richtig austoben“, sagt er zum Gesamtkonzept. Was kreativ klingt und auch ist, ist mit harter Arbeit verbunden. Von der Idee bis zur Umsetzung habe die Planung mehrere Monate gedauert, sagt Chmura, der mit der Firma Darkselection Managements in Bad Bergzabern seit 15 Jahren europaweit Erfahrungen mit großen Veranstaltungen hat. „Jetzt wollten wir auch eigene Ideen verwirklichen“, sagt er, auch wenn die Vorbereitungen ein Riesenaufwand waren. Dazu gehörten rund eine Woche Arbeit im Kurpark. Kilometer von Kabeln mussten verlegt werden, Zelte, Möbel, Heizpilze und Lautsprecher für die Musik aufgestellt, das Gelände abgesperrt werden. Aufwändig auch die Installation der vielen Lichtquellen auf dem großen Areal, die für die besondere Atmosphäre sorgten. Eine gab es umsonst: Den Vollmond, der über dem Kurpark leuchtete. „Es ist eine Investition in die Zukunft, wir wollen diese Veranstaltung fortsetzen“, sagt der Projektleiter. Wegen des angekündigten Blitzeises kamen am Freitagabend eher wenig Gäste, mit der Resonanz am Samstag und am Sonntag ist Chmura sehr zufrieden. Der frühe Zeitpunkt im Januar sei bewusst gewählt worden: „Es sollte winterlich sein.“ Und ist überzeugt, dass es eine Veranstaltung in dieser Form in Bad Bergzabern noch nie gegeben hat. „Wenn es so etwas in Bad Bergzabern gibt, muss man doch hingehen“, ist die Überzeugung eines Ehepaars aus der Kurstadt, das sich mehr „Eingeborene“ als Besucher gewünscht hätte. Auf ihre Kosten kamen viele Fotografen, die die Atmosphäre mit Kamera oder Smartphone eingefangen haben. (pfn)