Offenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Friedhof: Bürgerbeschwerden wegen Wildwuchses

So sah es auf dem Offenbacher Friedhof am Dienstag vergangener Woche aus. Inzwischen wurde gemäht.
So sah es auf dem Offenbacher Friedhof am Dienstag vergangener Woche aus. Inzwischen wurde gemäht.

Immer wieder gibt es Beschwerden über die angeblich mangelnde Pflege des Offenbacher Friedhofs. Jetzt ging es vor allem um Wildwuchs rund um die Gräber. Wird der Gottesacker vernachlässigt?

Der Offenbacher Friedhof ist wohl das, was man einen normalen Friedhof nennen könnte. Eine Leichenhalle, ein paar Bäume, dazu eine Stehlenwand für Urnen – und natürlich viele Erdgräber. Normal finden es einige Bürger allerdings nicht, dass der Friedhof aus ihrer Sicht nicht ordentlich gepflegt wird. Sie monieren etwa den Wildwuchs an manchen Ecken. Und in der Tat: In der vergangenen Woche stand das Gras mehr als knöchelhoch auf manchen Flächen. Zuständig für die Pflege des Friedhofs ist die Ortsgemeinde. Was sagt die zu den Klagen?

Es habe einzelne Beschwerden gegeben, bestätigt Ortsbürgermeister Axel Wassyl auf Anfrage der RHEINPFALZ. Doch nach der Regenpause vor anderthalb Wochen seien zwischenzeitlich sämtliche Flächen gemäht worden. Er könne die Kritik der Bürger nachvollziehen, sagt der Parteilose, wobei verschiedene Faktoren zu diesem – zugegebenermaßen unbefriedigenden – Zustand geführt hätten.

Minijobber soll über Friedhof künftig wachen

Zuständig für die Pflege des Friedhofs sei der Bauhof der Gemeinde, der mit neun Kräften besetzt sei. „In den letzten Wochen waren krankheitsbedingt allerdings nur drei Mitarbeiter im Einsatz. Zusätzlich haben wir in diesem Jahr die außergewöhnlichen Wetterbedingungen mit fast täglichem Regen, der für ein hervorragendes Wachstum sorgt, aber auch ein Mähen der umfangreichen Rasenflächen zeitweise unmöglich macht“, erklärt Wassyl.

Die Kommune ist seit Jahresbeginn dabei, die Rasenflächen im Ort zu verringern, in dem auf diesen Stauden gepflanzt werden. Das soll im Herbst auch auf dem Friedhof geschehen, wie der Ortschef mitteilt. Außerdem habe die Ortsgemeinde derweil eine zusätzliche 450-Euro-Kraft gewinnen können, die künftig über den tadellosen Zustand des über zwei Hektar großen Friedhofs wachen soll, auf dem 1153 Gräber zu finden sind.

Wassyl: Wird keine Zeit ohne Beschwerden geben

„Wie gesagt: Der Zustand der Rasenflächen war nicht akzeptabel, aber mittlerweile ist er wieder in Ordnung“, betont Wassyl. Dass mal alle Bürger mit dem Friedhof zufrieden sein werden, das werde es allerdings nicht geben, weil schlicht die Sichtweise bezüglich des Pflegegrads öffentlicher Grünflächen sehr unterschiedlich sei. „Deswegen hat es noch nie eine beschwerdefreie Zeit gegeben. Letzte Woche erhielten wir beispielsweise eine Beschwerde, weil sich der Bauhof zu oft auf dem Friedhof aufhalte und die Fläche hinter dem Grundstück der betreffenden Person nicht zu deren Zufriedenheit gemäht sei“, so der Ortsbürgermeister.

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