Kreis Südliche Weinstraße Freie Sicht auf den Erlenbach

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Der Offenlegung des Erlenbachs im Kurpark Bad Bergzabern steht nach Gesprächen mit BS-Immobilien, dem Besitzer des am Kurpark gelegenen Hotels Friedrichsruhe, jetzt offensichtlich nichts mehr im Wege. Dies hat Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig (CDU) der RHEINPFALZ mitgeteilt.

Der Stadtrat hatte das Vorhaben bereits im Mai dieses Jahres beschlossen. Die Kosten stünden noch nicht fest, durch den späteren Baubeginn werde es wahrscheinlich eine Kostenerhöhung gegenüber der vor rund zwei Jahren genannten Summe von 2,5 Millionen Euro geben, so Ludwig. In der Stadtratssitzung im Mai hatte der damalige erste Beigeordnete Rolf Enke (SPD) die Gesamtkosten mit 1,9 Millionen Euro angegeben, die Kosten für die Stadt mit rund 427.000 Euro, die Förderung mit 1,55 Millionen Euro. Gefördert wird die Offenlegung aus dem Landesprogramm für Gewässerentwicklung „Aktion Blau Plus“ mit 90 Prozent. Es sollen rund 330 Meter des Erlenbach freigelegt werden, der an der nördlichen Seite durch den 43.000 Quadratmeter großen Kurpark verläuft. Die gesamte Freilegung beansprucht eine Fläche von rund 3300 Quadratmetern. Geschätzte 100 Meter von der Quelle bis zur Therme verlaufen durch den Park der Friedrichsruhe, der im Privatbesitz von BS-Immobilien ist. Die Friedrichsruhe wird nach langem Leerstand seit diesem Jahr wieder als Hotel geführt, Inhaber ist Sven Stöffler. „Wir machen mit, wenn der Besitzer einverstanden ist“, sagt er. „Der Investor ist mit der Offenlegung durch den Park der Friedrichsruhe einverstanden, wir haben einige Gespräche geführt“, informiert Ludwig. Die Kosten für BS-Immobilien belaufen sich auf rund eine Million Euro, abzüglich der erwarteten Förderung verbleiben 90.000 Euro. Ein Vertreter von BS-Immobilien war gestern nicht zu erreichen. Mit der Planung und Ausführung wurde die Firma Teambau in Bad Bergzabern beauftragt. „Der Erlenbach wird in unterschiedlichen Breiten und Tiefen offengelegt“, erklärt Planer Said Hartenstein. Bis zu zehn Meter inklusive der Böschung könne die Breite haben, einen bis eineinhalb Meter die Tiefe. Die Breite von bis zu zehn Metern ist für die CDU-Fraktion offensichtlich kein Problem mehr. In der Stadtratssitzung im Mai hatte es aber deswegen Kritik gegeben. Man wolle keinen „Panzergraben“ durch den Kurpark, hatte Gerhard Klippel (CDU) kritisiert, die CDU-Fraktion hatte gegen das Vorhaben gestimmt. „An der Planung hat sich nichts geändert“, erklärt Said Hartenstein. „Der Plan liegt ab 10. November vier Wochen lang öffentlich aus“, informiert der Leiter des Bauamtes, Bernd Heinz. Wasser erlebbar zu machen und die in einem schlechten Zustand befindliche Verrohrung des Erlenbach sind Gründe für die Offenlegung, die nach dem Wunsch der Stadt im Frühjahr 2015 beginnen soll. (pfn)

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