Annweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Folge 1: Der „Bachelor“ will mit Kandidatin Lisa Roth Pfälzer Wein trinken

Kann die Annweilererin Lisa Roth das Herz des Bachelor erobern?
Kann die Annweilererin Lisa Roth das Herz des Bachelor erobern?

Am Mittwochabend flimmerte die erste Folge der neuen „Bachelor“-Staffel über die Fernseher. 23 Frauen buhlen um einen Mann. Kandidatin Lisa Roth konnte den Rosenkavalier schon bei der Begrüßung verzücken. Aber hat es am Ende des Abends für die Annweilererin gereicht?

Ach, herrlich, „Der Bachelor“ ist zurück. Am Mittwochabend lief die erste Folge der 13. Staffel der RTL-Kuppelshow. Da klopft das Herz jedes TV-Trash-Liebhabers wohl genauso wie das der 23 jungen Damen, als sie vor mexikanischer Palmenkulisse erstmals dem neuen Rosenkavalier in die Augen blicken. Unter ihnen Lisa Roth aus Annweiler mit Wurzeln in Essingen und Offenbach. Kann sie den liebessuchenden Junggesellen mit ihrer warmherzigen, optimistischen Art um den Finger wickeln und sich die erste Rose sichern, um in Folge zwei ins Datingkarussell einzutauchen?

Als die Südpfälzerin als zehnte Kandidatin aus der schwarzen Limousine steigt, um sich in einer verspielten weißen Kleid-Hotpants-Konstruktion dem Bachelor zur näheren, lässt sie nichts anbrennen. Schon in der RTL-Kandidatinnen-Vorstellung wird sie mit dem Satz zitiert: „Wenn der Mann nicht auf mich zukommt, dann ergreife ich die Initiative.“ Und Schwupps, was passiert beim ersten Aufeinandertreffen? „Zum ersten Mal im Leben habe ich weiche Knie.“ Sagt’s und schnappt sich gleich seine Hände, damit er sie stützen kann. Ist es das ansteckende Lächeln, der tiefe Blick in die Augen oder die Aussicht auf Pfälzer Wein – der bleibt natürlich nicht unerwähnt –, was den charmanten Single-Mann danach im Interview zu dem Satz verleitet?: „Wenn es heute schon ein paar Favoriten gibt, rutscht sie da rein.“ Zack. Treffer erzielt.

„Achterbahn der Gefühle“

Im Gespräch mit der RHEINPFALZ berichtet Lisa Roth, in diesem Moment mehr als nur aufgeregt gewesen zu sein. Den Moment in der Limousine werde sie wohl niemals vergessen. „Unbeschreiblich, aufregend“ – aber beim Blick durchs Fenster nicht ganz der Typ Mann, den sie sich vorgestellt hat, gesteht sie. „Aber als ich sein Lachen und seine Ausstrahlung gesehen habe, habe ich mich total gefreut auszusteigen.“ Und auf die inneren Werte komme es ja an. Trotzdem sei das erste Aufeinandertreffen eine „Achterbahn der Gefühle“ gewesen. Und selbst „ich als sehr selbstbewusste Frau war für einen kurzen Moment überfordert“.

Also, wer ist dieser Mann, dem sich nun elf Folgen lang die Frauen an den Hals werfen werden? Ja, RTL hat mal wieder einen optischen Leckerbissen hervorgezaubert. David Jackson ist ein deutsch-amerikanischer Muskelprotz mit einem Lächeln zum Dahinschmelzen, der bei den Frauen für schockverliebtes Kreischen, verschämtes Kleiderzuppeln und plötzliche Piepsstimme sorgt. Aber dann wird es ernst. Als der 32-Jährige im Interview von der Krebserkrankung seiner Zwillingsschwester erzählt, kullern bei ihm die Tränen. Aber dank Videoschalte zu ihr nach Hause sieht der Zuschauer, dass es ihr mittlerweile gut geht, und die Sendung kann sich wieder tiefgründigen anderen Themen zuwenden. Wie der Frage einer Kandidatin an den Bachelor in der ersten Nacht der Rosen: „Guckst du gerne Sponge Bob?“ Wer jetzt wirklich eine Antwort erwartet: Ja, er mag den gelben Zeichentrick-Schwamm.

Ein Pfälzerin und ein Schwabe

Beruflich ist David Jackson übrigens Content Creator. Das ist das, was früher Influencer hieß; also wenn man Texte, Bilder und Videos vom eigenen Leben ins Internet stellt und dafür Geld bekommt. Noch nie von ihm gehört? Macht nichts, die Kandidatinnen auch nicht. Könnte vielleicht daran liegen, dass er als weltoffener Mensch in Dubai lebt. Ob die Gespräche mit den Kandidatinnen über seine Wahlheimat nicht nur die dortigen Traumstrände, sondern auch die düstere Situation hinsichtlich Menschenrechten, Gleichberechtigung und Arbeitsbedingungen streifen werden? Man weiß es nicht. Wenn er aber nicht gerade auf der Arabischen Halbinsel weilt, ist er bei der Mama in Stuttgart. Die schwätzt munter ins RTL-Mikro, als sie für einen Einspieler mit dem Sohnemann Arm in Arm durch die süddeutsche Provinz schlendert und man denkt sich: Ein bisschen schwäbeln, ein bisschen pfälzern, Mundart und Mundart, da könnten sich doch zwei gefunden haben.

In der ersten Sendung fällt Lisa Roth eher durch ihr Lächeln, nicht durch viele Worte auf. Das übernimmt Mitkandidatin Fiona, die bei der ersten Nacht der Rosen neben ihr auf dem Pool-Sofa sitzt. Die quatscht dem Bachelor gleich so ein Ohr ab, dass man seine Verdutztheit ob des Redeschwalls in jeder Gesichtspore erkennen kann. Weil schon die nächste Dame für ein Gespräch angeklopft hat und Fiona das Wasser nicht halten kann, bleibt für die Pfälzerin keine Zeit mehr. Zumindest nicht im TV. Wie war’s vor Ort? „Ich hatte mir fest vorgenommen, noch mal allein mit ihm zu sprechen, aber dann wollte ich mich nicht aufdrängen“, erzählt Lisa Roth gegenüber der RHEINPFALZ. Im Laufe des Abends habe er sich allerdings noch einmal zu ihrer Mädelsrunde gesetzt. Und es sei gequatscht und gelacht worden.

Lisa Roth: „Ich will unbedingt knutschen“

Und auch ohne Tête-à-Tête ist der 27-Jährige bewusst, was sie zu bieten hat: „Wie gesagt, ich bin sehr selbstbewusst, und ich weiß auch, dass ich immer sehr gut auf Männer wirke und auch auffalle.“ Und im Gegensatz zur angehenden Theologin – ja, so etwas ist auch im Kandidatinnenfeld dabei – hat Lisa Roth keine Hemmungen: „Ich will unbedingt knutschen“, macht sie im RTL-Einspieler schon mal deutlich. Aber wird es so weit kommen? Die erste Rose ist der Schlüssel zum Eintritt ins TV-Liebesland.

Bei der großen Blumenverteilung wartet Lisa Roth mit den 22 Mitbewerberinnen gespannt darauf, dass ihr Name fällt. Und der Bachelor ruft auch den Namen Lisa auf, meint allerdings nicht unsere Südpfälzerin, sondern ihre Namensvetterin Lisa M. Zurück bleibt die Kameraeinstellung auf eine tapfer lächelnde Leerausgegangene. Was hat sie in diesem Moment gedacht? „Das war sehr nervenaufreibend. Die Angst oder Enttäuschung, in der ersten Nacht direkt wieder gehen zu müssen, ohne den Mann näher kennengelernt zu haben, ist natürlich groß.“ Und David Jackson, der Schlawiner, hat ja auch ein „absolutes Pokerface“. „Ich hatte ein sehr gutes Gefühl, aber trotzdem weiß man nicht, ob es für einen gereicht hat“, erzählt sie.

„Da, wo du herkommst, gibt es sehr guten Wein“

Auflösung: Es hat gereicht. Mit einem Satz, der jedem Pfälzer runtergehen dürfte wie Öl, leitet David Jackson die Blümchen-Zustellung ein: „Da, wo du herkommst, gibt es sehr guten Wein.“ Beim Gang nach vorne haucht Lisa Roth ihm noch ein „Ich freu’ mich“ entgegen. Dann ist sie aber auch so langsam durch für den Abend. „Ich war total glücklich, aufgeregt, gleichzeitig aber auch total erschöpft von den ganzen Eindrücken“, erzählt sie uns im Nachgang. Und: „Ich habe mich sehr auf eine Runde Schlaf gefreut.“ Zum Schluss gibt’s noch die obligatorische Runde Heulen. Nein, nicht bei den drei Verschmähten, sondern bei einer, die deren Ausscheiden bedauert. Und auch Lisa tut’s um das ausgesiebte Trio „so leid“. Aber was soll man machen? So läuft das TV-Kuppel-Geschäft. Mal sehen, ob sich die Annweilererin nächste Woche ein Date ergattern kann. Und ob’s dann auch Pfälzer Wein gibt.

Der 32-jährige David Jackson ist der 13. Bachelor.
Der 32-jährige David Jackson ist der 13. Bachelor.
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