Kreis Südliche Weinstraße Für Tunnel, Stadtbahn und Blaues Band

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Bad Bergzabern ist kein gutes Pflaster für die Grünen. Im 24-köpfigen Stadtrat sitzt er alleine. Alltag für Gerhard Rodrian. Ziel sind nun zumindest zwei Sitze. Rodrian ist auch nicht verzagt, sondern setzt auf das Zauberwort Demokratie – der Wähler soll wählen können. Deshalb tritt der 60-Jährige auch als Kandidat für die Wahl des Bürgermeisteramtes am 25. Mai an.

„Wir Grüne wollen mit der Kandidatur ein Zeichen setzen“, sagt der verheiratete Berufsschullehrer und Vater zweier Kinder. Ein Zeichen haben die Stadt-Grünen bereits vor Jahren gesetzt und sich gegenüber den Kreis-Grünen klar positioniert: Ja zum Umgehungstunnel (B 38/B 427): „Wir Grüne sind grundsätzlich für eine Ortsumfahrung.“ Freilich würden er sich eine andere Lösung als einen Tunnel wünschen: „Aber wir sehen keine Alternativen. Wir müssen die Bürger entlasten.“ Ein weiteres Anliegen: Grundsätzlich sollte die Verkehrsgeschwindigkeit in der Stadt reduziert werden: Tempo 30 vom Kurtal bis zum Bahnhof, fordert Rodrian. Auch müsse das Stadtdorf Blankenborn eine bessere Verkehrsanbindung erfahren. Neue Idee müssten her. Zudem brauche es ein Konzept für ein Fahrradwegenetz. Auch das Car-Sharing findet Rodrian unterstützenswert. Da müsste die Stadt sich vorbereiten. Denkbar seien dabei der Messplatz, der Schlossparkplatz oder an der Therme. Und schon ist der Grüne beim nächsten Punkt in dieser Sache: die Elektromobilität fördern. Die Stadt könnte – gegebenenfalls im Sponsoring-Modell – beim Haus des Gastes eine Elektroladestation für Autos, Motorräder oder Fahrräder installieren. Noch was zum Thema Verkehr: „Eine Vision“, so der Grüne: Anschluss an die Stadtbahn Karlsruhe-Wörth! „Das wäre ein Volltreffer für Bad Bergzabern! Wenn wir das erst gar nicht fordern, bekommen wir das auch nicht.“ Zum Thema Stadtentwicklung hat Rodrian klare Vorstellungen: Für das städtische und derzeit leerstehende Gasthaus „Zum Engel“ müsse ein Gesamtkonzept her. Ihm schwebt eine Mischung aus Weinstube und Hausbrauerei vor. Der Schlossinnenhof berge viel Potenzial, gerade für den Weinkeller und eine Bewirtschaftung des Innenhofes müssten Konzepte entwickelt werden. Bei der Stadtentwicklung sieht Rodrian positive Impulse. Zudem: Nicht nur im Kurpark sondern in der ganzen Stadt gelte es, den in die Unterwelt verbannten Woodbach offen zu legen: „Ein blaues Band muss durch die Stadt fließen. Wasser ist das tragende Element – gerade bei einer Kurstadt, die viel mit Sebastian Kneipp verbindet. (rww)

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