Kreis Südliche Weinstraße „Es wird ein Blickfang“
Nachdem das Konzept „Lebensräume für Jung und Alt“ der Liebenau-Stiftung vom Tisch war, ging alles ganz schnell. Der bisherige Eigentümer, BS-Immobilien, und die Stadt Bad Bergzabern haben Anfang Februar verkauft (wir berichteten). Herbert Angsten ist wahrlich kein Unbekannter: Mit bisher 200 gebauten Wohnungen ist er der größte Investor in der Kurstadt. „Es wird ein Blickfang in der Stadt“, verspricht Bau- und Immobilienunternehmer Herbert Angsten im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Wohnen am Schloss, im Herzen der Stadt Bad Bergzabern“, heißt die Anlage, die im Dezember 2018 fertiggestellt sein soll. „Ich habe das Gelände vor rund drei Wochen gekauft, BS-Immobilien hat es angeboten“, bestätigt Bauunternehmer Herbert Angsten. BS-Immobilien, unter anderem Eigentümer der Friedrichsruhe und des Post-Gebäudes, war seit 2012 Besitzer des Geländes. Die Stadt hat den bisherigen Dönerladen und das ehemalige Kino an Angsten verkauft, beides sollte in das Liebenau-Konzept integriert werden. Dieses Konzept habe er nicht übernehmen wollen, sagt Angsten. „Die Theorie ist schlüssig, aber die Umsetzung ist weder für die Kommune noch für einen Unternehmer finanzierbar, der einzige Gewinner wäre die Liebenau-Stiftung gewesen“, so seine Einschätzung. Vom Tisch sind für ihn auch die bisherigen Baupläne auf dem 4100 Quadratmeter großen Grundstück. „Es waren 60 Wohnungen geplant und fünf Stockwerke, ich plane vier Stockwerke und 34 Wohnungen in drei Häusern“, informiert der Bauunternehmer. Die 27 Wohnungen und sieben Penthäuser sind 55 bis 120 Quadratmeter groß, kosten wird der Quadratmeter zwischen 3090 und 3390 Euro. Entstehen wird auch eine Ladenfläche von rund 700 Quadratmetern, mit Eingang zur Poststraße. „Der Laden tangiert die Wohnungen überhaupt nicht, im Moment ist ein Drogeriemarkt angedacht“, so Angsten. Wichtig ist ihm, dass jetzt, im Gegensatz zu den vorigen Plänen, nur noch ein Viertel der Fläche bebaut wird: „Sonst sieht das ja nach nichts aus.“ Geplant sind Grünflächen mit Bäumen, 45 Parkplätze und 14 Garagen. Sehr froh ist er darüber, dass kurzfristig ein Gespräch mit der Stadtspitze, den Fraktionsvorsitzenden und Stadtplaner Hans Dennhardt möglich war, um die neuen Pläne vorzustellen und abzustimmen. Diese werden derzeit vom Architekturbüro Hook-Lochbaum in Speyer erstellt, im August solle es losgehen. „Zunächst wird alles abgerissen, ich baue mit regionalen Firmen, wie in den vergangenen zwölf Jahren auch, sie kommen aus Birkenhördt, Herxheim oder Landau“, so Angsten. Und er lege Wert auf eine sehr hochwertige Ausstattung der Wohnungen zum Beispiel mit Echtholzböden oder Edelstahl. Die Immobilien zu vermarkten sei kein Problem. „In den ersten drei Tagen, in denen das Schild an der Baustelle hing, haben sich bereits 80 Interessanten gemeldet“, erzählt Stefanie Herkommer vom gleichnamigen Immobilien-Büro. „Die Hälfte der Interessenten sind Kapitalanleger aus der Region, die andere Hälfte Selbstnutzer, die teils aus ganz Deutschland anrufen“, berichtet die Immobilienfachfrau. Für Herbert Angsten ist Bad Bergzabern eine Erfolgsgeschichte. „Vor rund zwölf Jahren sollte ich für eine Bank einen Konkurs hier abwickeln und bin dann unternehmerisch hängen geblieben, weil ich gesehen habe, dass hier viel zu tun ist“, sagt der Unternehmer, der in einer Kleinstadt in Mittelfranken lebt. Bisher hat er 52 Millionen in der Kurstadt investiert, unter anderem in die Stadtvillen an der Weißenburgerstraße oder im Rötzweg. Und er hat weitere Pläne. „Wenn das Projekt fertig ist, muss ich etwas in der Innenstadt tun, es ist dringend notwendig“, sagt er mit Blick auf den hohen Sanierungsbedarf vieler Ladengeschäfte, die derzeit unvermietbar leer stehen. Info Informationen zu den Wohnungen erteilt Stefanie Herkommer, E-Mail info@herkommer-immobilien.com, Internet: www.herkommer-immobilien.com.