Rhodt
Es bleibt bei Plan für Mehrfamilienhaus in Wiesenstraße
Insbesondere aus der letzten Offenlage des Bebauungsplans, aber auch schon aus vorherigen Rückmeldungen der Bevölkerung sei sehr deutlich geworden, dass die Bebauung mit einem Mehrfamilienhaus an jenem Ort als unpassend angesehen werde, argumentierte die CDU. Die Fraktion schlug vor, das geplante Mehrfamilienhaus in eine Einfamilien- oder Doppelhausbebauung zu ändern. In etwa so, wie es in der ursprünglichen Planskizze, die die CDU dazu vorlegte, vorgesehen war. Die CDU ergänzte, dass durch den voraussichtlichen Bau von Wohnungen im Dorfzentrum – wie im Bebauungsplan vorgesehen – dort bereits diese Wohnform entstehen werde. Deswegen könnte man in der Wiesenstraße den Bau von Einfamilien- oder Doppelhäusern zulassen. Gerade Letzteres sei für junge Familien attraktiv. Bereits im Januar gab es einen dahingehenden Vorstoß der CDU im Gemeinderat.
Die Gemeinde könnte auch nach der Änderung des Bebauungsplans Erlöse aus dem Verkauf der Grundstücke erwirtschaften. Der Beschluss würde zwar zu einer Verzögerung führen, jedoch nicht zu einem Wegfall der Einnahmen, argumentierten die Christdemokraten. Dem wollte die Mehrheit im Rat nicht folgen und beschloss, den Bebauungsplan unverändert zu lassen. Die Ratsmitglieder der Wählergruppe Schilling stimmten gegen den Antrag, die CDU-Fraktion geschlossen dafür.
„Mitbürger kritisieren geplanten ,Klotz’“
Ratsmitglied Torsten Engel (CDU) erklärte auf Anfrage der RHEINPFALZ: „Mit der Änderung wäre die Möglichkeit gegeben gewesen, neben Mietwohnraum auch Eigentumswohnraum zu schaffen. Wir hätten damit ein diversifiziertes Angebot geschaffen, und es käme kein ,Klotz’ hin, wie dies von vielen Mitbürgern kritisiert wurde.“ Er bedauerte, dass die Änderung abgelehnt wurde. „Es gab viele Rückmeldungen zu dem Plan, über die zum damaligen Zeitpunkt nicht wirklich gesprochen wurde, da sie mit Verweis auf juristische Gründe einfach abgewiesen wurden.“
Die Ratsmitglieder, die nicht seiner Fraktion angehören, hätten noch nicht mal diskutiert, sondern nur dagegen abgestimmt. „So viel zum Thema Bürgerbeteiligung!“, war Engel ziemlich bedient. Auf der Fläche in der Wiesenstraße, wo das Mehrfamilienhaus vorgesehen ist, geht die Gemeinde seiner Meinung nach jetzt den Weg, das Maximale an Wohneinheiten rauszuholen, obwohl dies in der unmittelbaren Nachbarschaft, im Dorfzentrum, kritisiert worden sei.