Rhodt Neubaugebiet: Einheimische sollen bevorzugt werden
Die CDU-Fraktion war der Ansicht, dass eine sehr mächtige Bebauung entstünde, wenn man es zuließe, dass ein Haus mit sechs Wohneinheiten errichtet werde. Deshalb plädierten die Christdemokraten für weniger Wohneinheiten innerhalb eines Hauses. Sie befürchten, dass bei der geplanten Bebauung Rhodter Bürger nicht zum Zuge kämen, da die Kosten zu hoch würden. Der ehemalige Ortsbürgermeister Torsten Engel (CDU) sprach sich einmal mehr für die Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern aus, sowie dies auch ursprünglich vorgesehen gewesen sei.
Die Vertreter der Wählergruppe Schilling waren ganz anderer Meinung. „Nachdem der Bebauungsplan rechtskräftig ist, wird die Anzahl der Wohneinheiten nichts mehr an der Größe des Baukörpers ändern, wohl aber an der Größe der Wohnflächen“, so deren Argumentation. So würde die Fläche bei weniger Wohneinheiten größer, was eine Verteuerung der Einheiten bedeute. Die Verwaltung hatte schon im Vorfeld darauf hingewiesen, dass aufgrund der angespannten Haushaltslage eine Maximierung der Wohneinheiten erreicht werden soll, um die Grundstücke höher vermarkten zu können.
„In Rhodt fehlt bezahlbarer Wohnraum“
Ortsbürgermeister Armin Pister (Freie Bürger) widersprach dem Argument, dass die Rhodter nicht zum Zuge kämen. In einem städtebaulichen Vertrag solle geregelt werden, dass die Ortsgemeinde eine gewisse Zeit das Vermarktungsrecht erhält. So sei es möglich, Einheimische bei der Vermarktung bevorzugt zu behandeln.
Nicole Hener (WG Schilling) warf der CDU einen Salto rückwärts vor. Nachdem er in seiner Zeit als Ortsbürgermeister das Bauvorhaben eingeleitet habe und die Grundstücke angekauft worden seien, stehe Torsten Engel nun einer bestmöglichen Vermarktung im Wege. „Ob nun vier oder sechs Wohneinheiten gebaut werden, ist doch optisch völlig unerheblich“, meinte Hener. Matthias Blank (WG Schilling) gab zu bedenken, dass in Rhodt bezahlbarer Wohnraum fehle. So könnten kleinere Einheiten jüngeren Wohnungssuchenden helfen. Bei sechs Einheiten würden sechs anstatt vier Paare eine Wohnung finden.
Fußweg soll erhalten bleiben
Engel monierte, dass keine ergebnisoffene Diskussion möglich gewesen sei. Auch die Einwände von Anwohnern hätten zuletzt zu wenig Gehör gefunden. „So wird nun geradezu zwangsläufig die Bebauung mit einem Wohnhaus mit sechs Wohneinheiten erfolgen“, stellte er fest.
Die im Neubaugebiet liegenden Nutzgärten sind überplant und mittlerweile als Baugrundstücke ausgewiesen. Der im Gebiet bestehende Fußweg aus Richtung Edesheimer Straße kommend, soll trotz der Neubauten erhalten bleiben.