Kreis Südliche Weinstraße RHEINPFALZ Plus Artikel Erstmals drei Ortsbeigeordnete in Impflingen

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In Impflingen ging am Mittwoch eine Ära zu Ende: Günter Flicker (SPD), seit 20 Jahren auf der Kommandobrücke der Gemeinde, hat den Dienstsiegel als Symbol des Amtes sowie den Schlüsselbund, der Zutritt zu allen gemeindlichen Einrichtungen verschafft, in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates an seinen Nachfolger im Amt, Holger Kurz (48) von der FWG, weitergereicht.

Kurz hatte sich im Mai gegen seinen Mitbewerber Michael Dhonau (SPD) mit 60,91 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Ein Novum in der 860-Einwohner-Gemeinde: Erstmals hatte die Freie Wählergruppe bei den Kommunalwahlen mit Holger Kurz einen eigenen Bürgermeisterkandidaten gestellt.

Bevor Flicker den Staffelstab an seinen Nachfolger übergab, verpflichtete er die Ratsmitglieder, von denen Karin Kraus, Tanja Jung-Geiger, Axel Pfalzer, Stefan Moock und Mona Thyson erstmals „kommunalpolitische Luft“ schnupperten. Ausgeschieden sind Katja Frey, Thomas Heupel, Walter Kern, Marco Kuhn und der zum Ortsbürgermeister gewählte Holger Kurz. Mit Ausnahme von Kurz sollen Flicker und die

Ex-Ratsmitglieder beim Neujahrsempfang der Gemeinde im Januar offiziell verabschiedet werden.

Nach der Ernennung und Einführung von Kurz, der als Pflegekraft bei der AOK in Landau arbeitet und mit seiner Frau Melanie die Weinstube „Hoppeditzel“ betreibt, zog Flicker Bilanz seiner Amtszeit. Er sei nicht amtsmüde, meine aber, dass man nach 20 Jahren einem Jüngeren den Platz überlassen sollte. Kurz kündigte an, dass er gemeinsam mit den erstmals drei Beigeordneten, denen allen ein eigener Geschäftsbereich zugeteilt werden soll, für eine neue Ratsarbeit eintritt. Kurz: „Wir wollen gemeinsam für das Wohl von Impflingen an einem Strang ziehen“.

In großer Harmonie ging die Wahl der drei Beigeordneten über die Bühne. Horst Junker (CDU), der bisher schon erster Bürgermeister-Stellvertreter war, wurde mit allen zwölf Stimmen wiedergewählt. Für Klaus Spiegel von der FWG, der nicht mehr kandidierte, wurde Ratsneuling Stefan Moock zum zweiten Beigeordneten gewählt. Bei einer Gegenstimme erhielt er elf Ja-Stimmen. Moock ist 48 Jahre alt und von Beruf Lebensmittelkontrolleur bei der Kreisverwaltung. Dritte Beigeordnete ist Karin Ohmer (SPD). Die 64-Jährige, die bereits in früheren Legislaturperioden Bürgermeister-Stellvertreterin war, vereinigte ebenfalls elf Stimmen auf sich. Eine Stimme war ungültig.

Abschließend überreichte Verbandsbürgermeister Torsten Blank (SPD) Günter Flicker für dessen 25-jähriges kommunalpolitisches Wirken die Dankurkunde des Gemeinde- und Städtebundes.

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