Annweiler
Erster Teil des Hochwasserschutzkonzepts beschlossen
Schon oft ist die Queich über die Ufer getreten, haben sich Schlammmassen den Klingelberg heruntergespült, sind Keller mit Wasser zugelaufen. Die Trifelsstadt weiß, was Starkregenereignisse für sie bedeuten können. Deswegen sei es wichtig, dass jeder Einzelne Verantwortung übernehme und sein Haus schütze. Aber natürlich auch, dass die Kommune ihr Möglichstes tue, hielt Stadtbürgermeister Benjamin Seyfried am Mittwoch fest. Nun stehen die ersten Schritte fest.
Die Stadt plant, die Sirenen im Stadtgebiet zu ertüchtigen. Ähnlich wie in der Verbandsgemeinde Hauenstein sollen auch in der Trifelsstadt moderne Sirenen mit Lautsprechern für Warndurchsagen installiert werden. In den besonders betroffenen Gebieten Nachtweide, Steimertal und an der Waldstraße beim Sportplatz Gräfenhausen sollen Sandfänge hergestellt werden. Bauwerke wie Rechen, Schließen und Sandfänge sollen aufgestellt werden, um einen Zeit- und Wartungsplan dafür definieren zu können, damit im Ernstfall alles vorbereitet ist.
Aktion mit Bürgern zusammen
Die Stadt will ihre Fläche auf dem Klingelberg in Streuobstwiesen umwandeln. An der Aktion sollen Vereine und Bürger beteiligt werden. „Wir müssen das Wasser dort binden, wo es entsteht, bevor es in die Keller läuft“, machte Seyfried deutlich. Maisanbau auf dem Klingelberg hatte zu Bodenerosion geführt und den Abgang von Schlammmassen begünstigt. Zudem soll die Verwaltung für die Stadt ein geeignetes Förderprogramm für die Renaturierung des Klingelbachtals suchen. Man hofft, über Zuschüsse hier noch etwas bewirken zu können.
Zusammen mit der Blaulichtfamilie soll zudem nach Möglichkeiten gesucht werden, wie man die Bevölkerung weiter für das Thema Hochwasserschutz sensibilisieren kann. Die Verbandsgemeinde hat bereits die Hochwasserschutzkonzepte ihrer Ortsgemeinden und einen Leitfaden für die Bevölkerung auf ihrer Homepage zusammengestellt. Der zweite Teil des Hochwasserschutzkonzepts wird am 23. September um 18.30 Uhr im Ausschuss besprochen und danach im Stadtrat beschlossen.