Maikammer RHEINPFALZ Plus Artikel Eine Schnecke lässt auf sich warten

Das Künstler-Ehepaar Barbara und Gernot Rumpf hat den Brunnen gestaltet.
Das Künstler-Ehepaar Barbara und Gernot Rumpf hat den Brunnen gestaltet.

Die Neugestaltung des Maikammerer Marktplatzes ist längst abgeschlossen, noch gefehlt hat in den vergangenen Monaten der Brunnen, den der Künstler Gernot Rumpf gestaltet. Nun steht auch der – fast. Warum die offizielle Übergabe erst im Dezember ist.

Kurz vor Weihnachten 2020 waren die Arbeiten am Marktplatz beendet, ein Jahr später wird nun auch der Brunnen fertig sein. Ursprünglich hieß es Ende vergangenen Jahres, der Brunnen werde im Frühjahr installiert. Doch es kam wiederholt zu Verzögerungen, derzeit liegt es an der letzten großen Schnecke, die noch fehlt. Gernot Rumpf sei mit einem bereits gegossenen Exemplar nicht zufrieden gewesen, informierte Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU). Deshalb soll die Schnecke neu gegossen werden. Rumpf gehe jedoch davon aus, dass es bis Dezember klappt. Die kleineren Schnecken wurden bereits im September installiert.

„Wir machen die offizielle Übergabe im Advent, das wird schön“, so Schäfer. Dann werde sich der Marktplatz in besonders schönem Licht präsentieren. Denn die Stadt hat das ortsansässige Büro Step Consult GmbH mit einem Beleuchtungskonzept für das Zentrum beauftragt. Der Bereich, der neben dem Marktplatz weitere Straße, darunter die obere Marktstraße, die St. Martiner Straße und den Frantzplatz umfasst, soll bei besonderen Anlässen in das gleiche Licht „getaucht“ werden. Die Gemeinde hatte als „Cittàslow“-Mitglied dabei aber auch im Blick, dass die „Lichtverschmutzung“ möglichst gering gehalten werden soll. Deshalb hat sie ein Büro mit ins Boot geholt, das Erfahrung mit konzeptionellen Aufgaben bei der Beleuchtungsgestaltung hat.

Probleme mit Lieferzeiten

Schäfer geht davon aus, dass das Konzept bis Weihnachten auf dem Marktplatz umgesetzt ist. Wie bei fast allen Bauarbeiten gebe es jedoch auch hier Probleme mit den Lieferzeiten. Darüber hinaus sollen auf dem Marktplatz noch Bäume gepflanzt werden, außerdem werden noch Bänke aufgestellt. „Sie sind schon da, es wurden aber die falschen Füße geliefert“, erklärt Schäfer.

Die Neugestaltung des Marktplatzes ist Teil einer umfassenderen Erneuerung der Ortsmitte, zu der auch die Sanierung des Hauses „Lotter“ gehört, dessen älteste Teile aus der Renaissance stammen. In dem Gebäude in der Marktstraße 5 wird die Tourist Info untergebracht, außerdem ist ein Besucherzentrum geplant, in dem verschiedene Kapitel der Ortsgeschichte digital präsentiert werden. Die Gemeinde arbeitet bei dem Projekt mit einer privaten Gesellschaft zusammen, in der sich der Planer Rolf Fuhrmann und Ralf Uhl, Geschäftsführer der Edenkobener Gerst Projektbau GmbH, zusammengeschlossen haben. Diese errichten sechs Wohnungen in dem Komplex. Nach langen Jahren des Wartens auf den Förderbescheid des Landes konnten die Arbeiten Anfang Juni beginnen.

Schäfer ist mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden. „Das läuft“, sagte er. Der Querbau habe bereits ein neues Dach bekommen, und es sei geplant, dass das gesamte Dach bis Weihnachten fertig ist.

Die Schnecke ist das Symbol der Bewegung „Cittàslow“.
Die Schnecke ist das Symbol der Bewegung »Cittàslow«.
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