Kreis Südliche Weinstraße Einbürgerung: 17-mal Ja zu Deutschland

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SÜW. Im Sitzungssaal der Kreisverwaltung SÜW am Dienstag kurz vor 17 Uhr: Rund 60 Menschen unterschiedlicher Nationen und Hautfarben haben sich versammelt. Einige sitzen ganz still da, andere unterhalten sich munter mit ihren Sitznachbarn, Kinder wetzen ungeduldig auf dem Stuhl hin und her. 17 der Anwesenden werden heute ihre Einbürgerungsurkunde erhalten.

Sie stammen aus 13 verschiedenen Ländern: Brasilien, Großbritannien, Italien, Kirgisistan, Kroatien, Mauretanien, Nigeria, Österreich, Polen, Rumänien, Türkei, Vietnam und Weißrussland. Zehn der neuen Deutschen erhalten die doppelte Staatsbürgerschaft, das heißt sie dürfen zusätzlich ihre bisherige Staatsbürgerschaft behalten. Viele haben ihre Familienangehörigen mitgebracht. Jüngste Neubürgerin ist die zehnjährige Minh Anh Tran Vu aus Bad Bergzabern, die mit ihrer Familie gekommen ist. Heute sei ein guter Tag, sagt ihr Vater. Gespannte Stille tritt ein, als Landrätin Theresia Riedmaier in den Saal kommt und die Gäste herzlich willkommen heißt. Erwartungsvolle Gesichter wenden sich ihr zu. Die Landrätin versichert, dass die Zuwanderer eine Bereicherung für den Landkreis seien und erzählt von ihrem heutigen Firmenbesuch bei einem jungen Mann aus der Türkei, der vor sechs Jahren hier eingebürgert worden sei und heute eine Metallbaufirma betreibe – „eine kleine Erfolgsgeschichte“ und Ansporn zugleich. Riedmaier betont, wie wichtig Gleichberechtigung und gegenseitige Akzeptanz als Grundlage für ein friedliches Zusammenleben sind und hält ein schmales Büchlein hoch: das Grundgesetz. „Lassen Sie uns die Freiheit und Demokratie hoch schätzen“, appelliert die Landrätin an die Runde und ermuntert, sich in die Gesellschaft, ins Vereinsleben, in die Politik einzumischen. Und ganz wichtig: Deutsch zu lernen. „Lesen Sie täglich die Zeitung“, rät Riedmaier, „dann erfahren Sie, was in Ihrem Ort und in der Welt los ist.“ Die Sprache ist für das Gros der 17 neuen Deutschen wohl die geringste Hürde. Viele lebten seit etlichen Jahren in Deutschland, einige seien hier geboren und aufgewachsen, so Riedmaier, die lachend mit bayerischem Zungenschlag gesteht: „Dann sprechen Sie sowieso viel besser Pfälzisch als ich.“ |ovi

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