Kreis Südliche Weinstraße Ein Traum in Weiß und Rosa

„Ist es nicht entzückend, wie sie blühen“, freut sich Christa Marianne Lahn. Sie ist fasziniert von den 40 blühenden Mandelbäumen, die im Kurpark in den vergangenen Tagen gepflanzt wurden. Eine Pflanzung, die sie möglich gemacht hat. Eine mehr als großzügige Spende über 10.000 Euro hat die Medizinerin für diesen Traum aus weißen Blüten, die im Inneren zartrosa sind, der Stadt zukommen lassen.
Christa Marianne Lahn ist eine Dame vom Scheitel bis zur Sohle, der man ihr Alter von 94 Jahren nicht ansieht. Sie besucht den Kurpark am letzten Tag der Pflanzung ihrer Bäume. Gerade findet der 40. Baum seinen Platz vor dem Heilkräutergarten, die Wurzel wird mit Erde bedeckt und er wird angegossen. Es ist eine Allee von Mandelbäumen, die durch ihre Spende möglich wurde. Sie führt vom Kurpark aus über den vom Scheidt-Saalfeldweg zur Edith-Stein-Klinik und durch den Kräutergarten auf den Rötzwiesen zum Kurpark. „Mich haben schon immer die vielen Mandelbäume an der Weinstraße fasziniert, dann habe ich überlegt, wo man sie in Bad Bergzabern anpflanzen könnte“, sagt die Internistin im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Der Kurpark sei ein Anziehungspunkt in der Stadt mit vielen Besuchern, deshalb habe sie diesen Platz gut gefunden, sagt die Spenderin, die in der Pro-Seniore-Residenz in Bad Bergzabern lebt. Sie ging in Bergzabern zur Schule, das Studium der Medizin führte sie nach Heidelberg, praktiziert hat sie in großen Kliniken in Heidelberg und Frankfurt. 1984 begann sie mit ihrem Mann das Haus ihrer Tante in Bad Bergzabern umzubauen, es sollte ihr Domizil im Ruhestand sein. Doch ihr Mann stirbt früh. 1994 zieht Christa Lahn alleine in die Kurstadt. „Ich bin dann um die Welt gereist, so gut es ging“, erzählt sie in der Frühlingssonne. „Wir haben zwei Tage gebraucht für die Pflanzung, teils mit schwerem Gerät für die Pflanzlöcher“, erklärt Gartenbauamtsleiter Thomas Wiesner. Dürkheimer Krachmandel heiße die für die Pfalz typische Sorte Mandelbäume, die gepflanzt worden seien. Die Hochstämme würden jetzt noch mit einem Pfahl stabilisiert, erklärt Wiesner. Vor Ort ist auch Gerhard Rodrian, Beigeordneter der Stadt und zuständig für das Gartenbauamt, der der Spenderin ein großes Dankeschön im Namen der Stadt ausspricht. Die kann sich vorstellen, dass es noch mehr Spender gibt, die die Kurstadt verschönern wollen. „Es hat mit viel Freude gemacht zu sehen, was die Arbeiter hier alles gemacht haben“, verabschiedet sie sich. (pfn)