Kreis Südliche Weinstraße Ein Herz für Schokolade

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BAD BERGZABERN. Gerhard und Ruth Herzog sind jetzt auf dem Wochenmarkt und in der Innenstadt in Bad Bergzabern unterwegs. Der Chocolatier verkauft dort seine eigenen Pralinen-Kreationen.

Vor mehr als 40 Jahren sind Gerhard und Ruth Herzog mit einer großen Schnecke aus Pappmaché durch Bad Bergzabern gezogen, um Werbung für ihr gleichnamiges Café in der Marktstraße zu machen, das damals im Aufbau war. Die „Kurschnecke“ wurde zum Markenzeichen. Seit Januar 2015 hat das ehemalige „Café Herzog“ einen neuen Besitzer, das Ehepaar Herzog hat sich etwas Neues einfallen lassen: Ab sofort sind die beiden jeden ersten Freitag im Monat mit einem Stand auf dem Wochenmarkt. Zusätzlich hat sich Gerhard Herzog ein „Marktkärchl“ gekauft, mit dem er auch durch die Innenstadt fährt. „Schokolade ist unsere Leidenschaft“, steht auf dem Glasaufsatz, den er auf den kleine, leichten Wagen hat bauen lassen. In diesem bietet er die Herzog’ schen Kreationen als „fahrender Konditor“ an. „Den Wagen haben wir in einem Kaufhaus in Berlin gefunden, man kann ihn zusammenklappen“, erzählt der Chocolatier und fährt mit sichtlichem Vergnügen über den Markt, der zurzeit auf dem Platz vor der Sparkasse aufgebaut ist. „Da ist alles drin, was glücklich macht“, sagt er überzeugt und zeigt auf seine Pralinenkreationen, deren Herstellung er auch dem Besitzer des „Neuen Herzog“, Konditormeister Jürgen Meßler zeigt. Zudem gibt es geröstete Kakaobohnen aus ausgesuchten Anbaugebieten in Vietnam. „Sie senken das Schlaganfallrisiko und sorgen für eine bessere Hirndurchblutung, das haben Studien bewiesen“, sagt das seit 2008 einzige deutsche Mitglied der französischen Schokoladenbruderschaft, die großen Wert auf die Qualität der Grundzutaten der Chocolatiers legt. An diesem Freitag darf auf dem Markt eine neue Kreation verkostet werden: eine Tomatenpraline. Im weißen Zelt auf dem Markt steht seine Frau, Ruth Herzog, die auch in den vergangenen Jahrzehnten die Kreationen ihres Mannes kreativ verpackt und präsentiert hat. „Wir wollen uns immer etwas Neues einfallen lassen, kleine Überraschungen und Verkostungen, zum Beispiel Pralinen mit Wein“, sagen die beiden gut gelaunt trotz schneidender Kälte. Mit seinem „Marktkärchl“ will Herzog weiterhin durch die Stadt fahren. „Es hat Spaß gemacht, mit dem Wägelchen durch die Stadt zu laufen“, lautet sein Fazit an diesem Tag. (pfn)

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