Offenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Ehepaar Rösner feiert Diamantene Hochzeit

Kurt Rösner und seine Frau Anneliese schlossen vor 60 Jahren den Bund fürs Leben. Das kirchliche Träuegelübde folgte in der kath
Kurt Rösner und seine Frau Anneliese schlossen vor 60 Jahren den Bund fürs Leben. Das kirchliche Träuegelübde folgte in der katholischen Kirche St. Ludwig.

Zu Beginn ihrer Ehe hatten es Anneliese und Kurt Rösner aus Offenbach nicht leicht. Waren sie doch des Öfteren räumlich voneinander getrennt. Heute feiert das Paar Diamantene Hochzeit.

Schon vor der Hochzeit vor 60 Jahren, als Kurt Rösner noch nicht motorisiert war, fuhr er mit dem Rad von seinem damaligen Wohnort Pleisweiler nach Edenkoben, um seine Angebetete Anneliese zu besuchen. Übernachten durfte er dort aber nicht. Das duldeten die Eltern nicht.

Kennengelernt hatte sich das Paar am 30. Mai 1959 bei der Hochzeit von Annelieses Cousine. „Zwar hatten wir uns auch schon vorher ein paar Mal gesehen, aber da hat es noch nicht so wirklich gefunkt“, klärt die Jubilarin auf. Zuerst schlug nur ihr Herz so richtig für Kurt, während es bei ihm noch etwas dauerte.

Drei Kinder, drei Urenkel

Im September 1959 erhielt er einen Brief von Annelieses Schwester, in dem sie berichtete, dass diese krank sei und nach ihm gefragt habe. Er wiederum schrieb dann Anneliese einen Brief anlässlich ihres 21. Geburtstages und ließ ihr zur Volljährigkeit 21 rote Rosen zukommen. Ab dann stand auch sein Herz in Flammen.

Im Dezember 1962 kam Stammhalter Joachim zur Welt, dem 1967 Tochter Sonja und 1970 Sohn Christian folgten. Heute können sich die Rösners über den Besuch ihrer zwei Enkelinnen und vier Enkel freuen. Drei Urenkel beglücken das Herz der Rösners, das vierte ist schon unterwegs.

Frau vom Bundeskanzler bewirtet

Anneliese Rösner stammt aus Edesheim, wo ihre Eltern bis 1960 die Wirtschaft „Zum Bahnhof“ betrieben. Schon früh half die Tochter mit und bewirtete die Gäste, etwa bei Tanzkränzchen. In Edenkoben arbeitete sie dann im Café Klein am Goldenen Eck. Später servierte sie auch im Weinkeller der Südlichen Weinstraße den oft hochrangigen Gästen Speisen und Getränke. Dort kam es zur Begegnung mit der Frau des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl. Annelies Rösner war ganz stolz darauf, Hannelore Kohl bewirten zu dürfen.

Ihr Mann Kurt kam am 12. März 1938 in Lüdroda bei Sagan in Niederschlesien zur Welt. Zusammen mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern musste er 1945 das Dorf verlassen, als die Rote Armee nur noch 30 Kilometer entfernt war. Die Familie verschlug es Jahre später nach Pleisweiler, wo ein Onkel wohnte. Karl erlernte das Zimmermannshandwerk und ging ins Ruhrgebiet, um Geld zu verdienen. Er ging später zur Bundeswehr, wollte Berufssoldat werden, aber seine Frau legte ihr Veto ein. So bildete er sich weiter und studierte Holz- und Bautechnik.

Wie die Diamantene Hochzeit gefeiert wird

Nach seiner Heirat wohnte das Paar im Elternhaus von Anneliese, ehe es 1970 in der Maximiliansstraße ein Eigenheim baute. 1993 ging es weiter nach Herxheim, um den Enkeln näher zu sein. Die Eigentumswohnung in der Offenbacher Gaulgasse, die Kurt Rösner von Grund auf saniert und umgebaut hat, ist seit 1999 das Zuhause der beiden.

Das gemeinsame Steckenpferd ist der Chorgesang, dem sie bis heute beim Kirchenchor in Herxheim frönen. Angetan haben es ihnen Theatervorführungen. Auch fahren die Rösners gerne mal ins Ausland, so waren sie unter anderem in Prag, Paris oder am Lago Maggiore in Italien.

An ihrem Ehrentag werden sie um 8 Uhr den Gottesdienst in Offenbach besuchen und sich im Anschluss ein schönes Frühstück im örtlichen Café gönnen. Eine große Feier wird nachgeholt, wenn sich alle Familienmitglieder mal wieder treffen können.

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