Kreis Südliche Weinstraße DRK in den Startlöchern
„Unsere Mannschaft steht“, sagt DRK-Geschäftsführer Bernd Fischer im Gespräch mit der RHEINPFALZ. 28 hauptamtliche Mitarbeiter wurden auserkoren, um sich in der Afa um die Neuankömmlinge zu kümmern. Rund 200 Bewerbungen waren zu bearbeiten. Die Arbeitsverträge sind auf ein Jahr befristet, mit einer Option für ein weiteres Jahr. Auch drei Erzieher, fünf Diplompädagogen und vier Dolmetscher gehören zu der Crew, um auf die Bedürfnisse und Herausforderungen in dem großen Quartier reagieren zu können. „Die Bezahlung orientiert sich an der jeweiligen Qualifikation, entspricht dem Niveau im öffentlichen Dienst“, informiert der DRK-Geschäftsführer, der in diesen Tagen ein Drittel seiner Arbeitszeit für das Aufnahmelager im früheren Technologiezentrum aufbringt. Die Mitarbeiter sind beim DRK angestellt, das die Lohnkosten bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Rechnung stellt. Denn die AfA ist ja eine Einrichtung des Landes Rheinland-Pfalz. Um die hauptamtlichen DRK-Leute an Wochenenden zu entlasten, wurden 60 bis 70 ehrenamtliche Helfer rekrutiert. Wer sich einbringen will, bekommt eine Überwurfweste, die ihn als DRK-Helfer ausweist. „Chef de Mission“ ist Daniel Wechner. Der 31-Jährige setzte sich gegen einige Mitbewerber durch, „weil er über die entsprechenden Führungsqualitäten verfügt und sehr aktiv bei der schnellen Einsatzgruppe war“, so Fischer. Am 28. Januar 1984 in Kandel zur Welt gekommen, wuchs Wechner in Steinfeld auf. Nach der Grundschule machte er in Bad Bergzabern sein Abitur. Es folgte der Zivildienst bei der Rettungswache in der Kurstadt. Das Studium im Bauingenieurwesen brach er vorzeitig ab. „Ich habe gemerkt, dass mein Herz mehr an der Arbeit beim DRK hängt“, begründet der Südpfälzer seine Rückkehr zum Dienst als Rettungsassistent in Bad Bergzabern, wo er auch wohnt. Nun also DRK-Leiter. Wechner gibt sich cool. Ihm ist nicht bange vor den Problemen, die sich aus dem sechs- bis achtwöchigen Kontakt mit fremden, verängstigten und aus anderen Kulturen stammenden Menschen ergeben können. Angst vor Anschlägen von außerhalb? „Nein, wir haben ordnungsgemäß eingerichtete Gebäude, einen Zaun drumherum und einen Sicherheitsdienst rund um die Uhr.“ Was die Verpflegung angeht, so setzt das DRK auf die Zusammenarbeit mit der Cateringfirma Straub (Speyer), die bereits die Aufnahmeeinrichtung in der dortigen Kurpfalzkaserne versorgt. Nachdem es in Herxheim keine Kantine wie in der Domstadt gibt, wird das warme Mittagessen an Tischen und Bänken eingenommen, die in der Mitte der Halle aufgestellt werden. (mik)