Kreis Südliche Weinstraße Dreimal nur ein Kandidat

Einen Wahl-Thriller wird’s in der VG Maikammer nicht geben. Gabriele Flach ist die einzige Kandidatin.
Einen Wahl-Thriller wird’s in der VG Maikammer nicht geben. Gabriele Flach ist die einzige Kandidatin.

Wenn die Bürger der Verbandsgemeinde Maikammer am Sonntag an die Wahlurne gehen, wird ihnen nur ein Name vom Stimmzettel entgegenlachen. Denn für den Bürgermeisterposten hat sich einzig Gabriele Flach beworben. Dass die CDU-Kandidatin in der konservativ geprägten Verbandsgemeinde mehr Ja- als Nein-Stimmen wird verbuchen können, gilt als unstrittig. Aber sie möchte auch „möglichst viel Rückhalt in der Bevölkerung“, sprich eine hohe Wahlbeteiligung. Dafür hat sie in den vergangenen Monaten die Werbetrommel gerührt, hat an vielen Haustüren geklopft und ist mit zahlreichen Menschen ins Gespräch gekommen. Steht das Gros der Wähler hinter ihr, wird sie die Nachfolge von Karl Schäfer antreten. Der CDU-Mann, der seit 1983 im Amt ist, hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Die 50-jährige Gabriele Flach ist seit 1996 Referentin beim Städte- und Gemeindebund in Mainz. Dort berät sie Verwaltungsmitarbeiter und Kommunalpolitiker in ganz unterschiedlichen Gebieten. Gute Voraussetzung für eine mögliche eigene Rolle als Verwaltungschefin. Zudem bringt sie kommunalpolitische Erfahrung mit. Seit 2009 gehört sie dem Kreistag an. Sie ist stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und Mitglied im Vorstand der Frauenunion. Die Edenkobenerin hat einen großen Wahlkampf bereits hinter sich. 2005 trat sie als zwar parteilose, aber von der CDU ins Rennen geschickte Kandidatin bei der Landratswahl gegen Theresia Riedmaier (SPD) an und erzielte beachtliche 42,0 Prozent gegen die populäre Amtsinhaberin. Nun will die Verwaltungsdirektorin die Zukunft der Verbandsgemeinde Maikammer mitgestalten. Diese sollte für die kleine Verbandsgemeinde auch weiterhin in der Eigenständigkeit liegen, findet Flach, die aber Kooperationen gegenüber offen ist, wie bereits jetzt schon bei der Wasserversorgung oder der Feuerwehr praktiziert. Für die Bürgermeisterwahl am Sonntag sind 6697 Bürger wahlberechtigt. Bis Dienstagnachmittag hatten 2200 Menschen Briefwahlunterlagen beantragt, informiert Andreas Reuter, büroleitender Beamter der Verbandsgemeinde-Verwaltung. Er rechnet mit einer Wahlbeteiligung von rund 80 Prozent. Noch bis heute, 18 Uhr, könnten Briefwahlunterlagen in der Verwaltung beantragt werden. Auch am Sonntag von 8 bis 15 Uhr kann Briefwahl beantragt werden – „bei einer plötzlichen Erkrankung des Wählers“.

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