Siebeldingen RHEINPFALZ Plus Artikel Die Siebeldinger Grundschule hat einen neuen Leiter

Sebastian Dörr ist vielseitig engagiert.
Sebastian Dörr ist vielseitig engagiert.

Sebastian Dörr hat an der Grundschule in Siebeldingen die Nachfolge von Werner Rohr angetreten. Dieser hatte die Schule sieben Jahre lang geführt. Mit Schulbeginn am 4. September steigt Dörr auch praktisch ins Schulgeschehen ein.

An der Siebeldinger Grundschule werden im kommenden Schuljahr 73 Kinder in sechs Klassen unterrichtet. Der starke Zuspruch an Erstklässlern macht die Einführung einer zweiten ersten Klasse notwendig. „Die Tendenz der Schülerzahlen für unsere Schule ist steigend. Schon jetzt muss eine Klasse im örtlichen Rathaus unterrichtet werden. Langfristig wird man um einen Neubau oder zumindest einen Umbau der jetzigen Schule nicht herumkommen“, stellt der neue Leiter fest. Dörr hat in Landau studiert und ist seit 2018 Grundschullehrer. Als Grund, warum er diesen Beruf gewählt hat, erzählt er, dass er schon als 13-jähriger Jugendtrainer beim Turnverein Edenkoben viel mit Kindern zu tun hatte und ihm die Arbeit mit diesen immer Spaß bereitet habe. So kam es auch, dass er nach seiner Schulausbildung ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Grundschule in Edenkoben absolvierte und dabei feststellte, dass das genau das Richtige für ihn ist. Nach dem Studium führte ihn seine erste Lehrerstelle wieder nach Edenkoben.

Dörrs Lieblingsfach ist der Sport

Auf die Stelle in Siebeldingen wurde er durch die Ausschreibung im Amtsblatt des Bildungsministeriums des Landes aufmerksam. „Auf die Stelle eines Schulleiters kann man sich frühestens bewerben, wenn man vier Jahre als Lehrer tätig war“, erklärt Dörr. „Bei mir waren es fünf Jahre. Ich komme also schon recht früh in den Genuss, die Leitung einer Schule übernehmen zu dürfen“, freut sich der 32-Jährige. Dabei sieht er diese leitende Position nicht als die letzte Stufe seiner Karriereleiter an. Sebastian Dörr kann sich gut vorstellen, später einmal eine größere Grundschule zu übernehmen. Ebenfalls käme für ihn langfristig auch eine Tätigkeit in der Schulaufsicht oder im Bildungsministerium in Betracht. Ein Grundschullehrer unterrichtet im Gegensatz zu anderen Schulformen nicht nur zwei oder drei Fächer, er muss den Stoff in allen Fachbereichen den Kindern vermitteln. Trotz dieser Vielfalt hat Dörr einen Favoriten, den Sport. Dieser prägt sowohl seinen beruflichen Alltag also auch sein Privatleben. Die Grundschule Siebeldingen sieht er unter dem Motto „Bewegter Schulalltag“, was aus seiner Sicht bedeutet, dass sich die Kinder auch außerhalb des Sportunterrichts bewegen sollen.

Schule soll dgitaler werden

Geht es um die Zukunft der Queichtalschule, will er diese digital weiter ausbauen und auf den aktuellen Stand bringen, was auch die Verwaltung betrifft. Mit dazu gehört die Kommunikations-App SDUI, mithilfe derer es leichter werden soll, mit den Eltern der Schulkinder in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Dörr stammt aus Edenkoben, wo er zusammen mit seiner Lebensgefährtin und seinem kleinen Sohn aktuell auch noch wohnt. Allerdings wollen die drei möglichst noch bis Oktober in ein Eigenheim in die Edesheimer Leonhard-Eckel-Siedlung umziehen. Hobbys braucht Dörr eigentlich keine, ist er doch erster Vorsitzender und Übungsleiter des TV Edenkoben, Referent der Steuergruppe Sport im Bildungsministerium des Landes, Referent das Pfälzer Turnerbundes, der Sportjugend Pfalz und auch noch Vizepräsident des Landesportbundes.

Dennoch hält er sich auf seinem Grundstück ein paar Hühner und Enten, um die er sich gerne sorgt. Abstand vom Schulalltag nimmt er auch gerne bei Wanderungen mit Freunden durch den Pfälzerwald.

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