Kreis Südliche Weinstraße Der Umzug in Maikammer

feiert in diesem Jahr sein Ortsjubiläum. Einen der Höhepunkte bildet die „Historische Parade“ am Samstag, 30. August, ab 15 Uhr. Vor 750 Jahren, also 1264, wurde der Name der Gemeinde erstmals urkundlich erwähnt; vermutlich ist sie jedoch schon wesentlich älter. Einige Funde deuten zumindest darauf hin, dass hier schon in vorchristlicher Zeit Menschen siedelten. Und weil dem so ist, will die „Historische Parade“ den geschichtlichen Bogen von der Römerzeit bis in die Neuzeit spannen. Freuen können sich die Zuschauer auf Einzelpersonen, Gruppierungen und Vereine aus dem Ort, die, wie Ortsbürgermeister Karl Schäfer sagt, die Geschichte der Gemeinde Revue passieren lassen. Etwa 35 Zugnummern, Festwagen, Musikzüge, Fußgruppen sowie Oldtimer erinnern an längst vergangene Zeiten. Auch Abordnungen aus den Nachbarkommunen haben sich angekündigt, wollen zum Gelingen des Festumzug beitragen. Mit von der Partie sind wie schon bei der Jubiläumsgala im Frühjahr die großen Söhne der Gemeinde, die sich in typischer Kleidung oder mit Utensilien präsentieren. Und selbst die Tanganjikabahn, die einst der Geheime Rat Franz Allmaras in Deutsch-Ostafrika plante, wird mitfahren; das Schoppenbähnel von Herxheim wird die Eisenbahn repräsentieren. Auswanderer, die Emaillefabrik, das Weinjahr „Anno Duwack“, der Klappmeter oder die größte Kaffeekanne der Welt dürfen beim Umzug nicht fehlen. Auch ein „Adventsmetzger“, Viax von Oberstein zu Kredenburg mitsamt Bauernhaufen oder der „Herr Tretter und seine Luftballons“ werden sich dem Volk präsentieren. Mehrere Zugnummern gestalten Mitglieder des in diesem Jahr gegründeten „Club Sellemols“, die die Ortsgeschichte lebendig erhalten wollen. Eröffnet wird der Umzug vom Fanfarenzug Herxheim. Gleich darauf folgt die historische Feuerwehrleiter, die die Kameraden aus Maikammer mitführen. Der Festwagen der Maikammerer Weinprinzessin Patricia Schreieck bildet den Schluss. Verantwortlich für den Umzug zeichnen Manfred Zwing und Judith Ziegler-Schwaab. Start der „Historischen Parade“ ist um 15 Uhr am Ortsausgang von Alsterweiler, also im Westen der Gemeinde Maikammer. Von dort ziehen die Teilnehmer durch die Alsterweilerer Hauptstraße, die Hartmannstraße hinunter, wo sie in die Weinstraße Nord einbiegen. Am Marktplatz befindet sich die Ehrentribüne. Dort wird Judith Ziegler-Schwaab die Gruppen begrüßen und vorstellen. Weiter geht es durch die Weinstraße Süd bis zum südlichen Ortsausgang, wo sich der Zug auflösen wird. Auf dem Marktplatz werden Essen und Getränke angeboten. Der Weinbauverein Maikammer hat seinen Stand – wie auch am Erlebnistag Deutsche Weinstraße – am Lindeneck, neben dem Restaurant „Alt Maikammer“. (giw)