Kreis Südliche Weinstraße Der Pionier des Aufschwungs

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Wie kaum eine andere Region werden hier Weinkultur und Tourismus gepflegt, dabei Einheit und Einigkeit bewahrt. Die Geschichte und die erfolgreiche Entwicklung der Südlichen Weinstraße ist untrennbar mit dem Namen des früheren CDU-Landrats Gerhard Schwetje (von 1969 bis 1982) verbunden, der morgen in seiner Heimatstadt Trier seinen 80. Geburtstag feiert.

Am 27. Juni 1969 wurde Schwetje vom damaligen Ministerpräsidenten Helmut Kohl zum Landrat des neu gebildeten Landkreises Landau-Bad Bergzabern ernannt. Nach der Umbenennung in Südliche Weinstraße avancierte er zum Pionier und Architekten des Aufschwungs. 1982 kehrte Schwetje in seine Geburtsstadt Trier zurück, wo er zum Regierungspräsidenten avancierte. 1996 wurde er Chef der Katholischen Akademie. Es war der Tod seiner Ehefrau im Jahr 1994, der in ihm den Entschluss reifen ließ, Geistlicher zu werden. In Bad Bergzabern, wo er während seiner Zeit als Landrat mit seiner Familie wohnte, feierte er im Juli 1997 seinen Primizgottesdienst. Danach wirkte er als Krankenhauspfarrer der St. Elisabeth-Klinik und des DRK-Krankenhauses in Saarlouis. Zurück zu seiner Ära in der Südpfalz. Als im September 1971 in Schweigen die Erfolgsgeschichte des Vereins SÜW begann, war Gerhard Schwetje, seit 2011 erster Ehrenbürger des Kreises, die treibende Kraft. Unter seiner Regie starteten die Winzer der Oberhaardt eine Qualitätsoffensive, die nach und nach auch Gastronomen in ihren Bann zog. Zwei Namensvorschläge wurden vom damals beauftragten Wickert-Institut in die engere Wahl genommen. Schließlich stellte „Südliche Weinstraße” den Begriff „Sonnengau” in den Schatten. Auch wenn es Proteste aus anderen pfälzischen Weinbauregionen gab, machte die „Selbsthilfeeinrichtung“ für Winzer ihren Weg. Von „administrativen Hebammendiensten” spricht Schwetje gerne, wenn er an die Anfänge erinnert. Die Oberhaardt habe am Abgrund gestanden, beschreibt er die damalige Situation, ,,in der Südpfälzer nicht länger Schwimmbäder als Zwischenlager für ihren Wein benutzen wollten, ehe dieser für wenig Geld den Besitzer wechselte und an der Mosel versektet wurde.“ Und heute? Die einst als „Separatisten” geschmähten SÜW’ler gehören in Sachen Weinbau und Fremdenverkehr zur Spitze. Vor allem dank Schwetje. (mik)

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