Kreis Südliche Weinstraße Der Jugend Gott nahe bringen

Roland Braune ist neuer Prädikant im protestantischen Dekanat in Bad Bergzabern. In der evangelischen Kirche im Ortsteil Ingenheim wurde er am Sonntag zum Dienst der öffentlichen Verkündigung ordiniert und damit „berufen und gesandt“.
Die Ordination nahm der Dekan des protestantischen Kirchenbezirks Bad Bergzabern, Dietmar Zoller, vor. Mit dem Beschluss des Landeskirchenrats wird Braune, Jahrgang 1975, zu Predigt und Sakramentsverwaltung berechtigt. Er wird, wie auch seither schon, in der Jugendarbeit tätig sein. Zoller wertete die Ordination als Verpflichtung Braunes zur Ausrichtung an der Heiligen Schrift und der Gestalt Jesu als deren Mitte. Die Ordination schränke die Experimentierfreude nicht ein, vielmehr bedeute sie Ansporn zu überzeugender Gottesdienstarbeit, gerade wenn sie auf eine herausfordernde Zielgruppe wie die Jugend hin angelegt sei. Jugend sei Zukunft, betonte der Dekan; sie anzusprechen und zu erreichen durch Gottes Wort sei eine herausragende Aufgabe kirchlicher Arbeit. Die Ordination ermutige denjenigen, dem sie zugesprochen werde, durch neue Ideen Gewohntes zu durchbrechen. Mit der Ordination zum kirchlichen Ehrenamt des Prädikanten erlange er das Recht, selbstständig das Wort zu verkünden, Gottesdienste zu leiten, in der christlichen Lehre zu unterweisen und sich der Seelsorge und Diakonie zu widmen und er habe Glauben im Alltag und in der Gemeinde überzeugend zu vermitteln. Auf die vorgeschriebene Befragung hin erklärte sich Braune ausdrücklich bereit, seinen Dienst nach Ordnung der Kirche treu und gewissenhaft zu verrichten. Assistenten bei der Ordination, die ihm dazu ihren geschwisterlichen Zuspruch erteilten, waren die Gemeindediakonin Nadja Lackner und der Jugendpfarrer des Kirchenbezirks, Viktor Damerow. Den Glückwunsch zu seiner Ordination sprach ihm auch Nils Beck als Vorsitzender des Dekanatssprecherkreises aus. In seiner Predigt beschäftigte sich Braune mit einem Abschnitt aus der Apostelgeschichte, in der vom Besuch des Apostels Paulus in Athen die Rede ist, wo er die Bewohner „mit Verstandesschärfe“ zur Abkehr von ihrer falschen Gottesvorstellung und zur Zuwendung zu dem wahren Gott auffordere. Während die Athener noch zögerten und die Worte von Paulus teilweise mit Spott begleiteten, zumindest aber einen Glaubenswechsel noch aufschieben wollten, ermunterte Braune die Zuhörer in der Ingenheimer Kirche, sich selbst zu befragen, wie sie zu einem gewinnenden Leben und zu innerem Frieden gelangen könnten: Wie anders, als dass sie Gott zum Ansprechpartner wählten in der Gewissheit, dass er ihnen nahe ist. Der Gottesdienst wurde von einem Instrumentalkreis musikalisch ausgestaltet und ging in einen Empfang über, in dem die Besucher Gelegenheit auch zum persönlichen Gespräch mit Roland Braune fanden. (hd)