Kreis Südliche Weinstraße Den leuchtenden Hasen sieht jeder

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Sehen und gesehen werden – das war das Motto für alle ersten Klassen am Dienstagmorgen an der Böhämmer-Grundschule in Bad Bergzabern. „Verkehrssicherheit mit reflektierenden Westen“ wurde auf anschauliche Weise vom Verkehrssicherheitsberater der Polizei, Mario Roth, den jungen Verkehrsteilnehmern vorgestellt.

In den Herbst- und Wintermonaten des Jahres wird es für Autofahrer zunehmend schwerer, Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Schule rechtzeitig wahrzunehmen. Denn meist erschwert es die dunkle Kleidung der Kleinen den Autofahrern, die Kinder rechtzeitig zu sehen. Polizist Roth ließ im Filmsaal der Grundschule erst einmal die Puppen tanzen. Dort hatten sich alle versammelt, um den Worten des Verkehrssicherheitsberaters und der Puppe „Nicki“ zu lauschen. Denn „Nicki“ löschte das Licht im Saal, um den Erstklässlern den Unterschied zwischen Reflexion und Dunkelheit zu erklären. Den kleinen gelbleuchtenden Hasen sah jeder, doch den schwarzgekleideten Opa keiner, nicht mal die Lehrerinnen. Nachdem das Licht wieder angegangen war, waren alle doch sehr überrascht. Colin und Almiona, sechs und sieben Jahre alt, waren ziemlich erstaunt darüber: „Wir haben ganz doll geguckt, aber da war nix.“ Nachdem alle Kinder noch „Die Jacke mit den roten Streifen ist meine Lieblingsweste“ geträllert hatten, wurden endlich die neuen reflektierenden „Überzieher“ an alle Kinder verteilt und gleich angezogen. Danach ging es ab an die Busstraße, direkt oberhalb der Schule. Dort zeigte der Sicherheitsexperte ab wann die Autofahrer die Kinder mit Reflexionsweste sehen und ab wann die mit dunkler Kleidung. Der Unterschied war deutlich. Große Augen machten alle Kinder, als sie sahen, wie weit das Auto noch fährt, obwohl der Fahrer schon heftig gebremst hat. Mehr als fünf Meter kommen noch hinzu. Dazu der sechsjährige Elias aus Barbelroth: „Oh, der fährt aber noch weit.“ Polizist Mario Roth erklärte: „Die Eltern sollten auf die Kleidung besonders achten. Vielleicht zur Weste noch die eine oder andere reflektierende Markierung, vor allem an der Seite und im Bereich der Schuhe anbringen. Das ist sehr sinnvoll.“ Im Jahr 2013 verunglückten 9000 Fußgänger und 13.000 Fahrradfahrer. Darunter viele Kinder und Jugendliche, ergänzte der Polizist. An der Grundschule in Bad Bergzabern wird Verkehrssicherheit groß geschrieben. „Schon seit einigen Jahren führen wir ein regelmäßiges Training bezüglich der Sicherheit im Straßenverkehr durch“, so Grundschulleiter Fritz Ehrgott. (alve)

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