Kreis Südliche Weinstraße Das Ende der 70er-Jahre-Fassade

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Mit einem Festakt fiel am Freitag der Startschuss für den Umbau des Bettenhauses der Klinik in Bad Bergzabern. Ein gewaltiges Projekt mit einer Bauzeit von rund vier Jahren und Kosten von 13,8 Millionen Euro. Die Förderung des Landes beträgt neun Millionen Euro. Bad Bergzabern gehört zum Verbund der Krankenhäuser Landau und Annweiler.

Geplant sei die Aufstockung des Bettenhauses, um die Kapazität von 170 Betten halten zu können, erläuterte Architekt Peter Buchert den Umbau. Jedes Zimmer bekommt ein eigenes Bad mit Toilette, alle Zimmer werden mit Blick auf die Stadt ausgerichtet“, so Buchert. In jedem Stockwerk werde es einen offenen Schwesternstützpunkt geben. Energetisch saniert und freundlicher gestaltet werden soll auch die graue Waschbetonfassade des Flachbaus aus den 70er-Jahren. „Ein Krankenhaus in der Nähe zu haben, ist Lebensqualität“, so Sozialminister Alexander Schweitzer, der mit seiner Familie in der Kurstadt wohnt. Mit der Förderung für Bad Bergzabern von neun Millionen Euro seien vom Land in den vergangenen Jahren insgesamt 23 Millionen Euro an die drei Standorte des Klinikums Landau-Südliche Weinstraße geflossen, so Schweitzer. „Wir haben drei Häuser mit Profil entwickelt. Als wir uns vor zehn Jahren auf den Weg des gemeinsamen kommunalen Hause gemacht haben, haben wir Neuland betreten“, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats des Klinikums, Hans-Dieter Schlimmer, erfreut. „In unseren Krankenhäusern wird baulich nicht zwischen privat und gesetzlich unterschieden“, unterstrich Landrätin Theresia Riedmaier. Seit der Fusion der drei Krankenhäuser sei „ein starkes Stück Arbeit“ geschaffen worden, in Bad Bergzabern sei dies jetzt der vierte Bauabschnitt. „Wir sind überglücklich, dass es jetzt endlich so weit ist“, so der Geschäftsführer des Klinikums, Guido Gehendges. In vier Jahren sei Bad Bergzabern dann die erste der drei Kliniken im Verbund, die vollständig saniert sei. Mehr als 14.500 Patienten werden jährlich in den drei Kliniken stationär behandelt, rund 30.000 ambulant. Klar waren sich alle Redner darüber, dass es ein Kraftakt werden wird, das Krankenhaus bei laufendem Betrieb auszubauen und zu sanieren. Die Pflegedirektorin der drei Kliniken, Birgit Jäger, weiß, wovon sie spricht, sie hat die Sanierung in ihrem Büro in Landau hautnah miterlebt. „Der Umbau wird unsere Arbeit enorm erleichtern“, sagte sie stellvertretend für das Pflegepersonal. „Wir Ärzte sind stolz darauf, dass wir hier arbeiten dürfen“, so der ärztliche Direktor des Klinikums Landau-Südliche Weinstraße, Helmut Lang. (pfn)

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