Kreis Südliche Weinstraße CDU schlägt wieder Loskyll und Glaser vor

Die Wahl der Beigeordneten steht auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Verbandsgemeinderats Maikammer. Laut Bürgermeister Karl Schäfer (CDU) soll Manfred Loskyll (Kirrweiler) erster Beigeordneter bleiben, zweiter Beigeordneter Timo Glaser (St. Martin). Damit wären die drei Ortsgemeinden wieder in der politischen Spitze der Verwaltung vertreten.
Nachdem die CDU die absolute Mehrheit in dem Gremium hat, sollte die Wahl mehr oder weniger eine Formsache sein, Gegenkandidaten aus anderen Fraktionen haben da normalerweise keine Chance. Während bei Timo Glaser, dem Ortsbürgermeister von St. Martin, hingegen auch andere Fraktionen sich vorstellen können, ihn mitzuwählen, scheiden sich an Manfred Loskyll die Geister – wie schon bei der Wahl im Jahr 2009. Volker Stephan aus Maikammer, neuer Fraktionsvorsitzender der CDU, verweist darauf, dass seit 2009 mit den beiden Beigeordneten alle drei Gemeinden auf der Verwaltungsebene vertreten seien. Beide hätten sich wieder zur Verfügung gestellt, fraktionsintern habe es keine Gegenkandidaten gegeben. Stephan verweist darauf, dass die Anzahl der Termine, bei denen die Verbandsgemeinde vertreten werden soll, stark gestiegen sei, so dass zwei Beigeordnete gerechtfertigt seien. Mit hohen Ausgaben sei das nicht verbunden, da die Beigeordneten keinen Geschäftsbereich hätten. Nach Auskunft des Kirrweilerer Ortsbürgermeister und Verbandsgemeinderatsmitglied Rolf Metzger habe die Fraktion der Bürgerliste nicht vor, Loskyll zu wählen. Ob ein Gegenkandidat gestellt werde, sei noch unklar. Zur Begründung sagte Metzger, es gelte nach wie vor, was im Jahr 2009 der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander von Rettberg gesagt habe. Rettberg hatte damals erklärt, Loskyll habe politisch polarisiert und gespalten statt integriert. Loskyll selbst habe sich damals vorgestellt als jemand, der durchaus integrieren könne. Zur Frage, wie sich die SPD verhalten werde, sagt ihr Fraktionsvorsitzender Bernhard Blumenstiel gestern nach einer fraktionsinternen Abstimmung, auch sie werde die Wahl Loskylls nicht mittragen. Er macht allerdings darauf aufmerksam: „Die Wahl ist geheim.“ Wenn Loskyll nicht gewählt werden sollte, „werden die Karten neu gemischt“, so Blumenstiel. Von der Fraktion der Freien Wählergruppe war gestern keine Stellungnahme zu erhalten. Sowohl Loskyll als auch Glaser sind am 31. Januar in den Verbandsgemeinderat Maikammer gewählt worden, allerdings mit einem deutlichen Unterschied bei den Personenstimmen. Timo Glaser hatte 2721 Personenstimmen erhalten, die zweitmeisten unter allen Kandidaten. Bei der CDU-Liste hatte er auf Platz fünf gestanden. Loskyll, ursprünglich auf Platz 2 der CDU-Liste, kam auf 1691 Personenstimmen, was Platz elf unter den 13 gewählten CDU-Kandidaten bedeutete. (ff)