Kreis Südliche Weinstraße CDU legt noch eine Schippe drauf
Die CDU gewann mit 53,6 Prozent gegenüber der Wahl im Jahr 2009 nochmals 2,1 Prozent hinzu, was aber nicht für einen Sitz mehr reichte. Für die Bürgerliste (BL) bedeuteten 17,9 Prozent (plus 2,6 Prozent) der Stimmen einen Sitz mehr in dem Gremium. Je einen Sitz weniger haben die SPD (15,5 Prozent, 5,5 weniger als im Jahr 2009) und die Freien Wähler (10,3 Prozent, 1,9 Prozent Verlust). Das neu angetretene Bürgerforum Maikammer hat mit 2,8 Prozent zumindest das Minimalziel mit einem Sitz erreicht. Ortsbürgermeister zu sein, bringt Personenstimmen: Das zeigt ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Bewerber. Dort führt eindeutig Karl Schäfer, der amtierende Verbandsbürgermeister und Ortsbürgermeister von Maikammer, den die CDU nicht umsonst als „Zugpferd“ nominiert hat. 4192 Personenstimmen bilden den absoluten Rekord. Ihm folgen Timo Glaser (CDU), der Ortsbürgermeister von St. Martin, mit 2712 Stimmen und Volker Stephan aus Maikammer mit 2695 Stimmen. Stephan hatte sich stark in der Bürgerinitiative für die eigenständige Verbandsgemeinde Maikammer engagiert. Auffällig viele Personenstimmen erhielt auch der Kirrweilerer Ortsbürgermeister Rolf Metzger. Von den Bewerbern der Bürgerliste führt er mit weitem Abstand (1736 Personenstimmen). BL-Spitzenkandidat Reinhold Stadler kam auf 1040 Personenstimmen. Bei der SPD erhielt der St. Martiner Ortsbeigeordnete Kai Rieth die meisten Kreuzchen auf dem Wahlzettel (1711). Völlig aus dem Rahmen fällt das Wahlergebnis in Kirrweiler. Dort war es ein regelrechter Zweikampf zwischen der Bürgerliste und der CDU, den die BL mit 51,1 Prozent für sich entschied – mit fast elf Prozent Vorsprung vor der CDU (40,3 Prozent). Die übrigen Parteien bekamen in Kirrweiler nur noch Brosamen ab: SPD 5,1 Prozent, FWG 2,9 Prozent, Bürgerforum 0,6 Prozent. Die Ortsgemeinde Maikammer erwies sich am Sonntag als die größte Hochburg der CDU mit 60,1 Prozent der Wählerstimmen. Die SPD hielt sich dort mit 16,9 Prozent noch relativ gut. Ihre Verluste im Gesamtergebnis stammen hauptsächlich aus dem schlechten Ergebnis in Kirrweiler und deutlichen Verlusten in St. Martin (24,1 Prozent statt 34,7 Prozent). Das war aber immer noch das beste SPD-Ergebnis in allen drei Ortsgemeinden. Verbandsbürgermeister Karl Schäfer, der sein Mandat als Ratsmitglied nicht annehmen wird, sagte gestern auf Anfrage, die konstituierende Sitzung des Verbandsgemeinderates werde voraussichtlich Anfang März sein. (ff)