Kreis Südliche Weinstraße CDU: Bürger vor den Kopf gestoßen

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Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig (CDU) bekommt Rückendeckung von der CDU-Stadtratsfraktion. Wie am Samstag berichtet, kritisiert Ludwig heftig die Pläne von Landrätin Theresia Riedmaier (SPD), das leerstehende Kreisaltenheim an die Ökumenische Sozialstation Annweiler-Bad Bergzabern zu verkaufen. CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Kirchner spricht nun von „einem parteipolitisch motivierten Vorpreschen der Landrätin“.

Die Schließung des Kreisaltenheimes sei durch die Landrätin in fragwürdiger Weise vorangetrieben worden, so dass dem Kreistag nichts anderes übrig geblieben sei, als der Schließung zuzustimmen, behauptet Kirchner. „Die Stadt Bad Bergzabern musste reagieren und stand vor der Aufgabe, die Entwicklung des Gebietes um das Schloss in Angriff zu nehmen.“ Stadtbürgermeister Ludwig und einige Stadtratsmitglieder hätten sich in der Folge das Konzept der „Lebensräume für Jung und Alt, kombiniert mit einer Pflegeeinrichtung“ in der Ortsgemeinde Maikammer angesehen. Kirchner: „Parteiübergreifend wurde die Meinung vertreten, dass diese Konzeption auch für die Stadt Bad Bergzabern, ideal wäre.“ In Gesprächen mit der Stiftung Liebenau habe diese starkes Interesse daran bekundet, eine analoge Konzeption in Bad Bergzabern umzusetzen. Kirchner erinnert daran, dass in Bad Bergzabern im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Kreis, überdurchschnittlich viele ältere Menschen leben. Um deren Anforderungen an ein altersgerechtes Wohnen in neuen Wohnformen zu erfüllen, müsse die Stadt reagieren, „um zu verhindern, dass diese Menschen die Entscheidung treffen, aus ihrem gewohnten Lebensumfeld in der Stadt wegzuziehen und sich einen altersgerechten Wohnsitz andernorts zu suchen“. Bei den Bürger der Stadt bestehe ein sehr hohes Interesse an der Realisierung des „Lebensräume“-Konzepts in Kombination mit einer Pflegeeinrichtung, ist sich Kirchner sicher. Mit ihrem Ansinnen, das ehemalige Kreisaltenheim für eine andere Nutzung zu veräußern, „und dies mit den Verantwortlichen der Stadt sozusagen nebenbei drei Tage vor der schon längst vorbereiteten Presseveröffentlichung zu erörtern“, stoße die Landrätin die Bürger vor den Kopf. Der CDU-Fraktionschef lobt die Arbeit der Ökumenischen Sozialstation. Sie sei eine wichtige Institution, die, wo immer es nur geht, unterstützt und gefördert werden müsse. Ludwig werde mit der Sozialstation Alternativen besprechen. „Durch das offensichtlich parteipolitisch motivierte Vorpreschen der Landrätin könnte der Eindruck entstehen, dass die Stiftung Liebenau und die Ökumenische Sozialstation gegeneinander ausgespielt werden sollen. An solchen Spielereien beteiligt sich die Stadt nicht“, betont Kirchner. (jpa)

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