Kreis Südliche Weinstraße Brand auf dem Dach der Grundschule

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Bedrohliches Szenario: Bei Umbau- und Wartungsarbeiten an der Fotovoltaikanlage in der Böhämmer-Grundschule in Bad Bergzabern bricht am Samstag gegen 15 Uhr Feuer aus, die Rettungskräfte müssen Menschen in Sicherheit und den Brand unter Kontrolle bringen. Zum Glück nur die Jahresinspektionsübung der Feuerwehr Bad Bergzabern.

Herbert Rieger, stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Bad Bergzabern und Einsatzleiter, hatte sich für die Übung einiges einfallen lassen: Ruhiges Leben bei goldenem Herbstwetter in der Lessingstraße. Plötzlich eine starke Rauchentwicklung auf dem Dach der Böhämmer-Grundschule. Ein aufmerksamer Kurgast gibt seine Beobachtungen via Handy an die Rettungsleitstelle weiter. Kurze Zeit später meldet sich der Hausmeister der Schule bei der Rettungsleistelle. Die interne Brandmeldeanlage im Gebäude A der von rund 400 Kindern besuchten Grundschule wurde ausgelöst. Als der Hausmeister das Gebäude kontrolliert, schlagen Flammen aus den Fenstern im zweiten Stock und aus dem Dach. Da an diesem Samstag Umbau- und Wartungsarbeiten an der Fotovoltaikanlage durchgeführt werden, sind mehrere Handwerker in der Grundschule vor Ort. Löschversuche der Handwerker scheitern, weil sich im Obergeschoss sehr schnell starker Rauch ausbreitet. Es werden zehn Personen vermisst. Während die Rettungskräfte anrücken, bildet sich eine kleine Menschentraube von Schaulustigen. Beim Eintreffen des Bad Bergzaberner Löschzuges mit Einsatzleitwagen (ELW), Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF 46), Tanklöschfahrzeug (TLF 23) und der Drehleiter (DLK 23/12) an der Einsatzstelle, die an zwei Seiten angefahren wurde (Lessingstraße/Pestalozzistraße), nimmt der Einsatzleiter mit dem Hausmeister Kontakt auf, die Einsatzkräfte werden entsprechend ihren Aufgaben eingesetzt. Weitere Kräfte werden alarmiert, darunter auch die Feuerwehr Oberotterbach, Rotes Kreuz und THW. Bei dem Großaufgebot diesmal nicht dabei die Sapeurs Pompiers aus Weißenburg. Grund: Ein elsässischer Feuerwehrkamerad fuhr gestern in den Hafen der Ehe ein. Wichtig, dass es sich bei der Fotovoltaikanlage im Ernstfall um eine „elektrische Anlage“ handelt und hierfür besondere Regeln existieren, nach denen gehandelt wird. Beobachtet wird das Spektakel vom Feuerwehrdezernenten der VG, erster Beigeordneter Martin Engelhard, erstem Stadtbeigeordneten Michael Wichmann, dem Feuerwehrdezernenten des Landkreises, Helmut Geißer, dem stellvertretenden Wehrleiter der Verbandsgemeinde Lukas Schwarz und dem Vorsitzenden des regionalen Feuerwehrverbandes Hans-Georg Balthasar. Der Fokus bei der großen Gemeinschaftsübung lag auf der Zusammenarbeit. „Bei uns stellt die Kameradschaft, das Arbeiten im Team und die funktionierende Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss eines Einsatzes dar“, erklärt Wehrführer Heiko Nebert. Sinn einer solchen Jahresübung sei es auch, die Bürger von der Einsatzfähigkeit und Zuverlässigkeit ihrer Rettungskräfte zu überzeugen. Bei der anschließenden „Manöverkritik“, zu der auch Bürgermeister Hermann Bohrer gekommen war, lobten Engelhard und Schwarz die reibungslose Zusammenarbeit der Rettungskräfte. Die Stützpunktwehr verfüge über eine schlagkräftige „Kernmannschaft“ hieß es, die unabhängig von der Tageszeit einsatzbereit sei. Beide zeigten sich mit dem Ablauf der Übung hochzufrieden und lobten die gute Leistung von Einsatzleiter und stellvertretendem Wehrführer Herbert Rieger sowie Abschnittsleiter Christian Hauck. Bohrer ging auf das ehrenamtliche Engagement der Wehrleute und den Einsatz rund um die Uhr ein. Nachdem an diesem Nachmittag neben Beförderungen von Feuerwehrkameraden acht Nachwuchskräfte zu Feuerwehrmännern ernannt wurden, stelle sich für die Feuerwehr Bad Bergzabern das Thema Nachwuchssorgen nicht, sagte Bohrer. |som

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