Kreis Südliche Weinstraße
Billigheim-Ingenheim: Forscherwerkstatt in der Klingbachschule eingeweiht
Nachdem die Hauptschule die Hauptschule ihre Pforten geschlossen hatte, blieb der frühere Physik- und Chemieraum lange ungenutzt. Seit Freitag hat er wieder eine Verwendung. An diesem Tag weihten die Grundschüler ihre neue Forscherwerkstatt ein.
Mit Feuereifer versammeln sich Kinder, ausgestattet mit Laborkittel und Schutzbrille, um verschiedene Experimentiertische und führen unterschiedliche Experimente vor. Erwachsene werden von den jungen Forschern animiert, sich an den Versuchen zu beteiligen. Der Frage, was passiert, wenn man ein Streichholz in ein Sprudelglas hält, wird auf den Grund gegangen.
An einem anderen Tisch experimentiert man mittels Vakuumpumpe an Marshmallows oder Schokoküssen. Besonders praktisch: Nach der Durchführung des Versuchs bietet sich die Gelegenheit zum Naschen. Die Schüler haben sogar diverse Erklärungen zum Ausgang der Experimente parat. Diese und weitere naturwissenschaftliche Untersuchungen konnten am Freitag bei der Einweihung der neuen Forscherwerkstatt in der Klingbachschule in Billigheim-Ingenheim bestaunt werden.
Der frühere Physik- und Chemieraum der Schule lag lange brach. Oder wie es die Rektorin der Schule Christine Gein formuliert: „Der Saal versank im Dornröschenschlaf.“
BASF hilft beim Entstehen der Werkstatt mit
Zu Beginn der Einweihung wird gesungen. Mitglieder des Schulchores bringen das Lied Forscher sind wir zu Gehör. Hierin werden beispielsweise Neugierde oder der Wille zu wissen, wie die Welt funktioniert thematisiert. Im offizielleren Teil der Veranstaltung bedankt sich Gein bei den Lehrkräften, die mit viel Engagement und Fortbildungen, beispielsweise bei der BASF, zum Entstehen der Werkstatt beigetragen hätten.
Doch was genau kann man sich unter einer Forscherwerkstatt eigentlich vorstellen? Die Aufteilung des Raumes folgt einem klaren Konzept. Vor dem Pult und der Tafel befindet sich eine große freie Fläche, der Forscherkreis. Hier sollen künftig Experimente und Vorgehensweisen besprochen werden können. In den Kisten an den Wänden stapeln sich allerlei Materialen und Utensilien, die zum Arbeiten von Nöten sind.
Experimentiert wird an sechs Tischen
Im Forscherturm sind zahlreiche Experimente, die dann an den insgesamt sechs Tischen durchgeführt werden können, zu finden. Sogar die Fensterbänke werden gesäumt von altersgerechten Naturwissenschaftsbüchern, die Anreize und Impulse bieten können.
Im Grundschulalter sei es optimal, durch Handeln zu lernen, erklärt Gein. Wichtiger Bestandteil sei auch, dass die Schüler Vermutungen zum Ausgang der Untersuchungen äußern können, so Gein weiter. Im Anschluss würden die Experimente, dann mit den betreffenden theoretischen Grundlagen in Verbindung gebracht und wissenschaftlich untermauert, schildert die Rektorin. Die Werkstatt solle in Zukunft im Sachunterricht oder nachmittags von den Ganztagesschülern genutzt werden, erzählt die Pädagogin. Die Werkstatt biete also beste Voraussetzungen, um herauszufinden, wie die Welt funktioniert.