Kreis Südliche Weinstraße Betriebe können nicht erweitern

In Maikammer gibt es Betriebe, denen vor Ort die Flächen zur Erweiterung fehlen. Die Werbegemeinschaft hat sich deswegen an die Verbandsgemeindeverwaltung gewandt. Angesprochen wurde der Mangel an Gewerbeflächen vor Ort auch in der jüngsten Ortsgemeinderatssitzung.
Die Anfrage stammte ursprünglich von einem örtlichen Handwerksbetrieb und wurde von der Werbegemeinschaft weitergereicht. Thomas Herrmann (Bürgerforum), Ratsmitglied und Vorsitzender der Werbegemeinschaft Maikammer, sagte bei der Ratssitzung, Maikammer habe schon Betriebe deswegen verloren. Und es gebe weitere, die erweitern müssten. „Die werden wir auch verlieren“, sagte Herrmann, wenn keine Möglichkeiten vor Ort geschaffen werden könnten. Das bedeute nicht nur den Zwang zum Abwandern für die Betriebe, sondern auch den Verlust von Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde Maikammer. Manche Betriebe sind schon nach Kirrweiler abgewandert. Dort sind derzeit die Gewerbeflächen für die gesamte Verbandsgemeinde ausgewiesen. So sieht es nämlich der gültige Flächennutzungsplan vor. Wie Bürgermeister Karl Schäfer (CDU) dazu erläuterte, gibt es die Gewerbeflächen in den Bereichen des Holzwegs, der Schafweide, am Bahnhof und am Bordmühlweg in Kirrweiler. Damit ist das derzeitige Kontingent an Gewerbeflächen in der Verbandsgemeinde ausgeschöpft. Flächen auszuweisen in Maikammer, wäre laut Schäfer nur möglich, „wenn sich aus irgendwelchen Gründen eine im Flächennutzungsplan ausgewiesene Gewerbefläche nicht entwickeln lasse“. Dazu wäre aber eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig. Im Flächennutzungsplan ist Kirrweiler der bevorzugte Standort für Gewerbe, während für St. Martin und Maikammer mehr die touristische Nutzung beziehungsweise Dienstleistungen vorgesehen sind. Der Ortsgemeinderat Maikammer hat nun die Verwaltung gebeten, mit der Raumordnungsplanungsbehörde Gespräche zu führen. Ziel soll sein, die Möglichkeit auszuloten, ob weitere Flächen für örtliche Betriebe ausgewiesen werden können, die an ihrem Standort keine Entwicklungsmöglichkeit haben. Mehr Gewerbe bedeute aber auch eine mögliche Veränderung im Ortsbild, vor allem im südlichen Bereich von Maikammer. Darauf wies Ratsmitglied Franz-Josef Damm hin. Schon die Umgehungsstraße habe den Südrand verändert. Und man müsse künftig berücksichtigen, dass aus touristischer Sicht keine Probleme entstünden. Schäfer meinte dazu, es gebe durchaus Beispiele, wie Gewerbeansiedlungen verträglich mit dem Ortsbild geplant werden könnten. Man brauche dazu allerdings eine Gesamtplanung, die auch die Grünflächen mit einbeziehe. Keine neue Stellungnahme hat die Ortsgemeinde Maikammer zum Landesentwicklungsprogramm (Dritte Teilfortschreibung LEP IV) abgegeben, weil sich die früheren Forderungen der Verbandsgemeinde und ihrer Ortsgemeinden, abgegeben im Rahmen der zweiten Anhörung des Teilregionalplans, inhaltlich in der vorliegenden Entwurfsplanung wiederfinden. Gemeint ist vor allem, dass im Naturpark Pfälzerwald keine Windräder mehr vorgesehen sind. |ff