Kreis Südliche Weinstraße Bei Lindelbrunnstraße 1 geht’s voran

Der Gemeinderat Vorderweidenthal beauftragt zur Planung der Sanierung des Anwesens Lindelbrunnstraße 1 das Büro Bendel, Bad Bergzabern. Damit kann der Zuschussantrag über die Dorferneuerung gestellt werden. Bei seiner Sitzung am Donnerstag stimmte er auch der Revierorganisation des Forstamts Annweiler und der energetischen Sanierung zweier Straßenleuchten am Lindelbrunn zu.
Mit zehn Ja-Stimmen, bei einer Enthaltung, beschloss der Rat, einen Architektenvertrag mit dem Büro Bendel abzuschließen. Der ist, mit Planunterlagen und einer detaillierten Kostenberechnung, nötig, um für die Sanierung des Objekts Lindelbrunnstraße 1 über die Dorferneuerung einen Zuschussantrag stellen zu können. Bei der früheren Präsentation von vier beteiligten Planungsbüros hatte das Büro Bendel den Rat am meisten überzeugt. Bis zum 15. August müsse der Zuschussantrag bei der Kreisverwaltung eingegangen sein, sagte Ortsbürgermeister Volker Christmann (SPD) zu dem für den Ort wichtige Vorhaben. Die VG-Verwaltung wurde beauftragt, den Vertrag auszufertigen. Zum Auftakt der Sitzung hatte Revierleiter Holger Spindler die Strukturänderung im Forstamt Annweiler, das Projekt „Landesforsten 2020“, erläutert, wonach ab Juni 2017 die Reviere neu organisiert werden. Und dafür sind von den einzelnen Ratsgremien bis zum Sommer Beschlüsse zu fassen. Zwar würden sich für die Gemeindewaldbetriebe keine gravierenden Änderungen ergeben, so Spindler. Insbesondere bleiben alle Forstreviere im öffentlichen Waldbesitz in ihren Grenzen auch über 2017 hinaus bestehen. Nach der Neubesetzung des Reviers Bad Bergzabern im Mai nächsten Jahres werden die beiden Privatwaldreviere Haselstein und Queichtal aber zum größeren Revier zusammengelegt und der übrige Privatwald den bestehenden Revieren im öffentlichen Wald zugeschlagen. Die Betreuung dieses Privatwalds übernimmt ein Forstwirtschaftsmeister, ein Gebietsförster unterstützt die Revierleitungen. Auf gleichem Niveau wie bisher sollen die Betriebskostenbeiträge bleiben. Die durchschnittliche Reviergröße in staatlich beförsterten Revieren steige um den Privatwaldanteil von jetzt 1574 Hektar auf künftig 1853 Hektar, hieß es. Der Rat stimmte der Revierorganisation einstimmig zu. Und vereinbarte mit dem Revierleiter die jährliche öffentliche Waldbegehung für Montag, 30. Mai, 17.30 Uhr, Treffpunkt Ortsmitte. Einverstanden war das Gremium auch mit der energetischen Sanierung der Straßenbeleuchtung am Lindelbrunn durch die Pfalzwerke. Die Kosten für die zwei Leuchten betragen 1190 Euro, die im Haushalt bereits eingestellt sind. Auf den 30. Mai vertagt wurde die Erweiterung um eine Beleuchtungsanlage am Lindelbrunn. Der Rat will sich zuerst die Situation vor Ort ansehen und danach entscheiden. Dankend angenommen hat der Rat die 200-Euro-Spende von Karl Röth für den Mehrgenerationenplatz sowie die 100-Euro-Spende von Helmut Burkhart für die Wellenrutsche des selben Platzes. Einen einmaligen Kostenzuschuss von 500 Euro gewährte der Rat der Historischen Umzugsgruppe der Ortsgemeinde, die sich am diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tag in Alzey beteiligt. Laut Antrag könnten damit Aufwendungen wie Benzin für den Traktor, Reparaturmaterialien für den Festwagen, Transportkosten für historische Fuhrwerke und für den Ort werbewirksame Flyer gedeckt wer-den, die nicht auf die Teilnehmer umlegbar seien. Die Umzugsgruppe will keine Kosten für persönliche Ausgaben wie Kleidung, Verzehr, Personentransporte geltend machen. Christmann hob hervor, dass die Engagierten, die ja keinen Vereinsstatus haben, durch ihre Teilnahme an historischen „zur Brauchtumspflege und dem werbewirksamen Erscheinungsbild des Dorfes beitragen“. Er plädierte für die einmalige Unterstützung in der genannten Höhe und rannte damit beim Rat offene Türen ein. (hima)