Maikammer RHEINPFALZ Plus Artikel Barrierefrei durch den Ortskern

Maikammer kann mit seiner finanziellen Lage zufrieden sein.
Maikammer kann mit seiner finanziellen Lage zufrieden sein.

Maikammers Ortschef Karl Schäfer (CDU) ist zufrieden: „Trotz der etwas schwierigen Voraussetzungen können wir unseren Haushalt ausgleichen und sogar einen Überschuss von 34.000 Tausend Euro ausweisen“, sagte er im Rat.

„Die finanzielle Leistungsfähigkeit unserer Gemeinde hilft uns, unsere kommunale Infrastruktur zu sichern und weiter auszubauen“, so Schäfer weiter. Die Steuerhebesätze blieben unverändert. Trotz aller Einschränkungen, die Corona mit sich brachte und wohl noch mit sich bringt, werden laut Planung Ende 2022 liquide Mittel in Höhe von 4,55 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

SPD-Fraktionssprecher Markus Sell hofft, dass nach der Umgestaltung der oberen Marktstraße und des Marktplatzes diese Bereiche in den Sommermonaten rege genutzt werden. „Der für 2022 geplante barrierefreie Ausbau des Hofes beim Rassiga-Haus und die weiterführenden Wege im Garten sind der zweite Schritt zur Aufwertung des Ortskerns“, so Sell weiter. Allerdings werde das Gesamtbild im Dorfkern durch die zunehmenden Leerstände getrübt, was vor allem die Schließung der zweiten Apotheke deutlich vor Augen geführt habe. Hierzu sagte Schäfer, dass er in „aussichtsreichen Gesprächen“ mit Interessenten stehe. Auch was die sonstigen Leerstände angehe, würden Gespräche geführt.

Pro-Kopf-Verschuldung stark gesunken

Volker Stephan, Fraktionssprecher der CDU, rechnet künftig mit einem Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen, da es zusehends schwerer falle, Gewerbe anzusiedeln. Er begrüßt die Anschaffung der festinstallierten Lüftungsanlagen für die Kindertagesstätten. Diese seien auch nach Corona noch sinnvoll. Wichtig seien auch die Investitionen in die Barrierefreiheit.

Thomas Herrmann (Bürgerforum Maikammer) sagte in Bezug auf die Schuldenreduzierung: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Die Pro-Kopf-Verschuldung in Maikammer sei in den vergangenen zehn Jahren von rund 600 Euro auf rund 300 Euro gesunken, und diese Entwicklung werde wohl anhalten.

Einstimmig beschlossen wurde ein Unterstützungsbeitrag von 5000 Euro für die Erstversorgung ankommender Flüchtlinge aus der Ukraine. Verbandsbürgermeisterin Gabriele Flach (CDU) erklärte, dass bei den Flüchtlingen vier Gruppen unterschieden würden. Zum einen Menschen, die in Privatunterkünften unterkommen und keiner Hilfe bedürfen. Dann Menschen, die privat unterkommen, aber mittellos sind und deshalb finanzieller Hilfe bedürfen. Die dritte Gruppe sind Menschen ohne finanzielle Mittel in Erstaufnahmeeinrichtungen. Diese werden von dort aus auf die Kommunen verteilt. Bei der vierten Gruppe geht es schließlich um Menschen aus Drittstaaten, die bis zum Kriegsbeginn in der Ukraine lebten und von dort geflohen sind.

„Viele Privatpersonen haben schon Wohnraum angeboten. Das ist sehr wohltuend“, sagte die Bürgermeisterin, die Containerlösungen als die schlechteste aller Möglichkeiten ansieht.

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