Hochstadt RHEINPFALZ Plus Artikel B272: Gemeinde hofft auf Zuschüsse für Unterführung

Nicht ungefährlich: Vom Naherholungsgebiet kommende Radfahrer und Spaziergänger überqueren regelmäßig in Höhe der Waldstraße in
Nicht ungefährlich: Vom Naherholungsgebiet kommende Radfahrer und Spaziergänger überqueren regelmäßig in Höhe der Waldstraße in Hochstadt die B272.

Wann kommt die Unterführung an der B272 bei Hochstadt? Die Gemeinde hofft, bald Klarheit zu haben. Sie wartet auf Rückmeldung, ob ihr Förderantrag für das Projekt bewilligt wird. Wieso sie um den Neubau kämpft.

Die B272 ist eine wichtige Verkehrsader in der Südpfalz. Verbindet sie doch die B10 und die A65, welche unter anderem nach Landau, Karlsruhe, Ludwigshafen und Pirmasens führen, mit der B9, an der zum Beispiel die Städte Speyer und Germersheim liegen. Dementsprechend viel los ist auf dieser 15 Kilometer langen Verbindung, nicht nur zu Stoßzeiten. Seit der Eröffnung des Kreisels am östlichen Ende von Hochstadt vor drei Jahren gibt es nur noch eine Ampelkreuzung, die Fußgängern und Radfahrern ermöglichen, die Bundesstraße sicher zu überqueren. Und zwar am westlichen Ende von Hochstadt, von wo es zum Beispiel in Richtung Bahnhofstraße geht.

Wie Ortsbürgermeister Timo Reuther berichtet, wird gerne auch an der Waldstraße die Fahrbahn überquert, um von dort beispielsweise weiter in Richtung Naherholungsgebiet oder Stadion zu gelangen. Die Waldstraße befindet sich in der Nähe des Kreisels. Dann heißt es: Blick nach rechts, nach links, wieder rechts. Sobald sich die Möglichkeit bietet, geht es rüber auf die andere Seite der B272. Klingt nicht ungefährlich. „Gerade, wenn Menschen etwas länger brauchen, bis sie auf die andere Seite kommen“, betont Reuther. Zumal es schwieriger geworden ist, seitdem der Kreisel steht. Durch das Bauwerk gibt es nämlich einen besseren Verkehrsfluss als zu den Zeiten, in denen dort eine Ampel den Verkehr regelte.

2012 das erste Mal beim LBM angeklopft

Seit zehn Jahren arbeitet die Kommune an einer Unterführung in der Verlängerung der besagten Waldstraße. Reuther zufolge wurden in der Folgezeit Pläne erstellt und nachgebessert, vergangenes Jahr wurde beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) letztlich der Förderantrag für das gewünschte Bauwerk gestellt. Doch seitdem wird in Hochstadt auf eine Antwort gewartet, was kürzlich in der Gemeinderatssitzung für Diskussionen sorgte.

Der LBM in Speyer hat dem Projekt zwar schon grundsätzlich zugestimmt. Auch hat er der Kommune eine Landesförderung in Aussicht gestellt. Damit aber die Gemeinde Baurecht hat und mit den Arbeiten beginnen kann, muss der LBM zunächst die Entwurfsplanung prüfen. Diese liegt der Behörde derzeit vor, informiert Offenbachs Verbandsbürgermeister Axel Wassyl. Danach würde es an die Ausführungsplanung gehen, also an die Pläne, die für die Umsetzung des Projektes nötig sind. Erst danach können die Bagger anrollen.

Wie viel soll das Projekt kosten?

Die Baukosten belaufen sich auf rund 950.000 Euro. Dieser Betrag ist in der Planung der Verbandsgemeinde Offenbach ausgewiesen. LBM-Dienststellenleiter Martin Schafft bestätigt, dass der Förderantrag im September 2021 eingegangen sei. „Die Bewilligung konnte noch nicht erteilt werden, da die zugehörige Prüfung der Entwurfsplanung längere Zeit in Anspruch nahm und neben dem laufenden Geschäft bewältigt werden musste.“ Die Prüfung der Antragsunterlagen ist noch nicht ganz abgeschlossen. „Im Ergebnis sind noch Fragen zur Planung offen, die mit der Antragstellerin geprüft und geklärt werden müssen. Insofern können wir derzeit auch noch nicht mitteilen, wann mit der Bewilligung zu rechnen ist.“

Übrigens wurde in der Vergangenheit darüber überlegt, auch die noch bestehende Ampelkreuzung in Hochstadt durch einen Kreisel zu ersetzen. In dieser Angelegenheit gibt es aktuell keine Bewegung. Oder, wie es Schafft sagt: Für den Umbau besteht derzeit keine Priorität. Zum einen sei die Ampel dort ausreichend leistungsfähig. „Zum anderen ist dort der Platz für einen solchen neuen Knotenpunkt aufgrund eines Einzelanwesens auf der Südseite und von Freileitungsmasten sehr eingeschränkt“, erklärt der LBM-Dienststellenleiter.

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