Kreis Südliche Weinstraße Bühnentechnik ein Problem

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„Sie rennen bei mir offene Türen ein, wir haben in Bad Bergzabern alle Voraussetzungen für Kulturveranstaltungen“, so Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig (CDU) zu Lilo Salten. Sie ist in der dritten Spielsaison Organisatorin von rund 20 Veranstaltungen pro Saison im Haus des Gastes in Bad Bergzabern, teils mit Künstlern von internationalem Rang. Für sie ein finanzieller und manchmal auch organisatorischer Drahtseilakt.

Ein Höhepunkt sei vor Kurzem die Aufführung des seit zwei Jahren vorbereiteten „Jedermann“ mit Schauspielerin Christine Neubauer vor dem Schloss gewesen, sagt sie. „Der „Jedermann“ hat 50.000 Euro gekostet, die Einnahmen haben nicht ganz gereicht“, lautet die Bilanz von Lilo Salten. Anlass des Gesprächs, bei dem auch der Geschäftsführer des Tourismusbüros, Tobias Kelter, und die stellvertretende Geschäftsführerin, Bettina Bade, anwesend waren, war die Vorstellung des Programms der neuen Spielsaison. Eine Gelegenheit, auch Schwachpunkte anzusprechen. Ein Problem sei die Bühnentechnik im Haus des Gastes, so Salten. Sie reiche meist nicht aus, so dass sie zusätzlich Geräte anmieten müsse. „Da besteht Bedarf“, bestätigte Stadtbürgermeister Ludwig, aber er stehe im Moment vor leeren Kassen. „Sie haben grundsätzlich die volle Unterstützung der Stadt“, versicherte Ludwig. Die Besucherzahlen stellte Künstler und Mitorganisator Rainer Magold vor. Rund 70 Prozent der Gäste kommen aus ganz Deutschland, der Schweiz oder Frankreich, nur 30 Prozent aus der näheren Umgebung. In der Region müsse erst das Bewusstsein dafür wachsen, dass es diese hochkarätigen Veranstaltungen gebe, war die Analyse der Beteiligten. Rund 12.000 Menschen würden die Veranstaltungen pro Jahr besuchen, davon würden 40 Prozent übernachten, 20 Prozent davon mehrere Tage habe eine Umfrage ergeben, so Magold. Zudem: „Die meisten Besucher trinken etwas in der Pause, nach der Veranstaltung irren viele durch Bad Bergzabern, um eine Gaststätte zu finden“, schildert Magold seine Erfahrungen. Leider habe immer wieder auch die Gastronomie im Haus des Gastes nach Veranstaltungen schon geschlossen. Veranstalterin Lilo Salten schätzt trotz geringerer Einnahmen oder sogar Verlusten die für ihre Verhältnisse kleine Zahl von 400 Sitzplätzen im Haus des Gastes. „Durch diese Größe wird eine seltene Nähe zu den Künstlern hergestellt, das wird von den Besuchern sehr geschätzt“, ist ihre Erfahrung. (pfn)

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