Kreis Südliche Weinstraße Bühne frei – 50 Jahre jung

Placeholder-Image

Das Gymnasium des Alfred-Grosser-Schulzentrums hat am Freitag sein 50-jähriges Bestehen mit einem Schulfest unter dem Motto „Bühne frei – 50 Jahre jung“ gefeiert.

Bereits in den Nachmittagsstunden begann das abwechslungsreiche Bühnenprogramm mit vielen Gesprächsrunden zum Thema Damals und Heute. „Wie war das eigentlich früher?“, wollte das Moderatorenteam Susanne Fabricius-Sommer, selbst ehemalige Schülerin, Markus Vollstedt vom Lehrerkollegium und Steffi Müller, aktuelle Schülerin am Gymnasium von ihren jeweiligen Gesprächspartnern wissen. Dabei fanden sich Zeitzeugen aus den unterschiedlichsten Perioden der Schulgeschichte auf der Bühne zum Gespräch ein. Darunter der ehemalige Schulleiter Klaus Hörner und der frühere Lehrer Reinhard Stamm, die den Umzug des Gymnasiums auf den Hügel im Südwesten Bad Bergzaberns als Lehrer beziehungsweise als Schüler miterlebt hatten. Da gab es zum Beispiel einen seltsam aussehenden Tross von Lehrern und Schülern, die beim Umzug vom Schloss in den Neubau mit anpacken mussten und so mit dem Skelett aus dem Biologie- oder dem Globus aus dem Erdkundeunterricht den Hügel hinauf zogen. Diese Szene hat der Geschichtslehrer Rainer Ehrhardt übrigens in der vergangenen Woche mit einigen Schülern nachgestellt. Einer der Höhepunkte war das Gespräch mit dem ehemaligen Musiklehrer Clemens Schmitt, der auf unterhaltsame Art von der Entwicklung des musischen Bereichs der Schule, angefangen von Bläserklassen über Auslandstourneen bis hin zu erfolgreichen Musicalaufführungen, berichtete. Auch, dass sich seine Frau als Mathematiklehrerin im Tourbus um die schwächeren Schüler gekümmert habe und diese so trotz Unterrichtsausfalls bessere Noten in Mathematik geschrieben hätten. Das Bühnenprogramm war denn auch von vielen musikalischen Aufführungen der unterschiedlichsten Stilrichtungen begleitet. Die beiden Höhepunkte waren die Jazzcombo, die den Zuhörern mächtig einheizte, genauso wie die „Altrocker“, einer Band aus ehemaligen Lehrern, die mit dem „Kriminaltango“ für Begeisterung beim Publikum sorgten. Daneben gab es noch eine sehenswerte Kurz-Inszenierung von „Goethe im Examen“ mit dem herausragendem Rainer Ehrhardt in der Hauptrolle, die vom Leiter der Theater AG Berthold Blaes unter erschwerten Bedingungen einstudiert wurde, wie dieser augenzwinkernd berichtete. Des Weiteren demonstrierten zahlreiche Preisträger diverser Wettbewerbe ihre herausragenden Fähigkeiten: Die Gruppe von „Jugend debattiert“ argumentierte über das Für und Wider von Kampfdrohnen. Im Schulgebäude selbst konnten sich die Besucher bei Ausstellungen über weitere Aktionen, die am Gymnasium laufen, informieren. Das von der EU geförderte Comenius-Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, erhaltenswerte Erinnerungen von Zeitzeugen zu dokumentieren lud zu einem Erzählcafé ein. Marco Link, Drittplatzierter beim Landeswettbewerb Jugend forscht informierte an einem Stand über sein Projekt: Sein „Erweitertes One-Time-Pad-Verfahren“ ermöglicht eine Datenübertragung von PC zu PC, ohne dass die Daten von Außenstehenden gelesen werden können. Der Siebtklässler Sascha Michel führte die Möglichkeiten von programmierbaren Lego XT Robotern vor, mit denen die Lego League AG im Bereich Naturkatastrophen beim Regionalausscheid unter anderem einen respektablen dritten Platz erzielt hatte. Schulleiter Philipp Gerlach kündigte an, dass der Namensgeber der Schule, der Publizist Alfred Grosser, im September nach Bad Bergzabern kommen werde. (njb)

x