Kreis Südliche Weinstraße Autofahrer ignorieren Umleitung

Bei strömendem Regen wurde am Sonntag die Felsnase freigeschnitten. Die Sicherung durch ein neues Netz ist dringend notwendig, u
Bei strömendem Regen wurde am Sonntag die Felsnase freigeschnitten. Die Sicherung durch ein neues Netz ist dringend notwendig, um Steinschlag auf die B 10 zu verhindern.

Das Umleitungskarussell dreht sich wieder. Das erste von drei B-10-Sperrungswochenenden ist geschafft. Wie berichtet, wird die viel frequentierte Straße wegen Sicherungsarbeiten an der Felsnase bei Hauenstein dicht gemacht. Und wie schon bei den Sperrungen im August klappt’s mit den Umleitungen nicht so recht.

Im Sommer wurde der Fahrbahnbelag zwischen Hauenstein und Wilgartswiesen erneuert. Schon damals sorgte die Umleitungsbeschilderung für reichlich Verwirrung, vor allem unter ortsfremden Autofahrern. Und jetzt wieder: Die Beschilderung in und um Hauenstein ist nicht optimal. Sie transportiert nicht alle Informationen, die der Autofahrer – gerade der B-10-Nutzer aus dem Ausland – braucht, um den richtigen Weg zu finden. Beobachtungen zeigen aber auch, dass sich viele Autofahrer und Trucker, die aus Richtung Landau nach Westen unterwegs sind, nicht an die Sperrung und Umleitung bei Rinnthal, die den Verkehr über die B 48 über Leimen und Merzalben zurück zur B 10 leitet, halten. Sie versuchen ihr „Glück“ und stranden dann verzweifelt in Hauenstein. Beispiele: Am Sonntagmorgen treffen wir auf der Alten B 10 ein Ehepaar aus Slowenien. Die Sperrung bei Rinnthal haben sie umfahren. Jetzt suchen sie den „Weg Richtung Saarbrücken und Frankreich“, wie sie erklären. Eine Straßenkarte haben sie dabei, aber nur im Maßstab 1:750.000. Damit lässt sich eine kürzere Route über Völkersweiler, Busenberg und Dahn zurück zur B 10 nicht erklären. Es bleibt keine Wahl: Sie müssen über die B 10 zurück nach Rinnthal und dort dann die Umleitung über die B 48 nehmen. Während des Gesprächs fahren fünf Autos – darunter ein Sprinter aus Polen – vorbei, um den Weg nach Hinterweidenthal über die schmale Fahrradstraße zu nehmen. Am Samstagnachmittag hält ein Fahrzeug mit Homburger Kennzeichen in der Marienstraße Passanten an. Das Ziel ist die Schuhmeile. Wegen der B-10-Sperrung hatte das Ehepaar aus dem Saarland den weiten Umweg über Hinterweidenthal, Dahn, Vorderweidenthal, Silz, Stein und Völkersweiler nach Hauenstein genommen. Nur: Zur Schuhmeile kamen sie wegen der Sperrung im Felsen aus dieser Richtung nicht, an der TV-Halle war Schluss. „Und wie kommen wir jetzt zum Schuheinkauf?“, fragten die Dame schon mit einem Anflug von Verzweiflung. Es half nichts: Um zur Schuhmeile zu kommen, mussten sie den neuen Umweg über Wilgartswiesen nehmen. Zu den vielen, die die Beschilderung schon in Rinnthal ignorieren, zählen zahlreiche Laster, die schließlich an der Abfahrt Hauenstein abgeleitet werden. Mehrere Brummis werden beobachtet, die über die Alte B 10 einen Weg suchen, aber spätestens an der Wartbachquelle scheitern. Andere wollen trotz der unübersehbaren Hinweise auf die Vollsperrung Richtung Ortsmitte fahren, kommen aber an der Einmündung Zimmerberg nicht weiter. Ein slowenischer Laster strandete gar in der engen Felsenstraße. Am nächsten Wochenende wird es wegen des Dahner Martinimarktes keine Vollsperrung, sondern nur eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung geben. Am dritten und vierten Novemberwochenende wird wieder von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 4 Uhr, voll gesperrt, wobei am Samstag, 25. November, die Sperrung zwischen 9 und 19 Uhr aufgehoben wird. Im Unterschied zum zurückliegenden Wochenende ist dann die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Hauenstein passé, was sicher zur Entspannung beitragen wird.

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