Herxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Aus Wurstküche wird Backstube: Bäcker wechselt die Straßenseite (mit Video)

Roberto Shkrepa zieht mit seinem Backshop in der Oberen Hauptstraße in Herxheim um.
Roberto Shkrepa zieht mit seinem Backshop in der Oberen Hauptstraße in Herxheim um.

Nach der Schließung der Traditionsbäckerei Trauth machte sich ein Bäcker in Herxheim selbstständig. Nun zieht er um. Dafür wandelt er eine Metzgerei in einen Backshop um.

Wer in Herxheim frische Brötchen oder süße Teilchen kaufen möchte, kennt ihn längst: Roberto Shkrepa. Der 31-Jährige, gebürtig aus Albanien, lebt seit rund zehn Jahren in Herxheim und war über viele Jahre eines der vertrauten Gesichter der traditionsreichen Bäckerei Trauth. Nun geht er seit etwa zwei Jahren seinen eigenen Weg. Anfang Juli eröffnet er seinen „Robertos Backshop“ an einem neuen Standort. Gemeinsam mit seiner Familie – er ist Vater von zwei Kindern – wird er dann auch in das Haus des neuen Geschäfts ziehen.

Vom Mitarbeiter zum eigenen Geschäft

Die Geschichte der Selbstständigkeit begann für Robert Shkrepa mit einem Schicksalsschlag. Die traditionsreiche Bäckerei Trauth in der Unteren Hauptstraße in Herxheim, inzwischen eine Filiale der Bäckerei Reuther, musste nach dem unerwarteten Tod von Bäckermeister Peter Trauth Ende 2023 ihren Kurs neu bestimmen. Für dessen Ehefrau Marion Trauth veränderte sich das Leben von einem Tag auf den anderen. „Wir hatten ein sehr vertrauensvolles Verhältnis“, sagt Roberto Shkrepa rückblickend über die Zusammenarbeit mit Bäcker Peter Trauth. Vom ersten Tag an war er in dessen Bäckerei beschäftigt und wurde über die Jahre zu einem wichtigen Mitarbeiter. „Was mit dem kleineren Trauth-Backladen passieren sollte, war unklar. Da habe ich überlegt, dass ich dort weitermache“, erzählt Roberto Shkrepa im Gespräch mit der RHEINPFALZ.

Roberto Shkrepa übernahm den Laden und führt ihn seitdem unter dem Namen „Robertos Backshop“. Er setzt auf ein bewährtes Konzept. Das Angebot blieb weitgehend unverändert: Ein Teil der Backwaren wird fertig von der Bäckerei Reuther geliefert, ein anderer kommt als ungebackene Teiglinge in den Laden und wird dort frisch fertig gebacken.

Die Umbauarbeiten laufen: Dort, wo früher eine Metzgerei beheimatet war, wird künftig eine Bäckerei zu Hause sein.
Die Umbauarbeiten laufen: Dort, wo früher eine Metzgerei beheimatet war, wird künftig eine Bäckerei zu Hause sein.

Unterstützt wird er von einer Mitarbeiterin. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die Kundschaft weiterhin die gewohnte Auswahl an Brot, Brötchen, Kuchen und süßen Backwaren erhält. „Der Zuspruch ist groß. Viele Herxheimer kommen regelmäßig in den Laden, hinzu kommen auch Kunden aus den umliegenden Gemeinden“, sagt Roberto Shkrepa. Zahlreiche Kunden seien ehemalige Stammkunden der Bäckerei Trauth und hielten dem Geschäft auch unter dem neuen Namen die Treue.

Neuer Standort auf der anderen Straßenseite

Dann zeichnete sich eine Veränderung ab: Das Gebäude, in dem sich der bisherige Backshop befindet, wurde verkauft. Der neue Eigentümer verfolgt mit der Immobilie andere Pläne. Für Roberto Shkrepa stellte sich deshalb die entscheidende Frage: Wie geht es jetzt weiter? Die Lösung fand er direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite – im ehemaligen Geschäft der Metzgerei Weindel.

Zunächst stand die Möglichkeit einer Anmietung im Raum. Dies war jedoch nicht möglich. Stattdessen entschloss sich der Unternehmer zu einem deutlich größeren Schritt: Er kaufte das gesamte Haus. „Da es bisher gut gelaufen ist, möchte ich mich nun weiterentwickeln“, sagt er. Mit dem Schritt sicherte er die Zukunft seines Geschäfts – und auch für seine Familie stehen Änderungen bevor. Bisher wohnt Roberto Shkrepa mit seiner Familie im ehemaligen Wohnhaus der Familie Trauth in der Unteren Hauptstraße. Künftig werden die Shkrepas selbst in das Gebäude einziehen und dort wohnen. „Wir freuen uns schon“, sagt Roberto Shkrepa.

Die neuen Räumlichkeiten sind größer

Der neue Verkaufsraum ist etwa so groß wie der bisherige Laden, die gesamten Räumlichkeiten bieten jedoch mehr Platz und zusätzliche Möglichkeiten. Damit schafft Roberto Shkrepa die Voraussetzungen, sein Geschäft für die kommenden Jahre aufzustellen. In den vergangenen Wochen wurde bereits kräftig gearbeitet. Die neuen Geschäftsräume sind in Arbeit. „Aber es ist natürlich noch ein bisschen was tun.“ Auch äußerlich verändert sich das Gebäude: Die Fassade wird vollständig erneuert und wird dem Haus ein modernes Erscheinungsbild verleihen.

Trotz aller Veränderungen bleibt eines unverändert: das Angebot. „Es ist nur ein Standortwechsel“, betont Roberto Shkrepa. Die Kunden sollen auch künftig die gewohnte Auswahl erhalten können.

Am 14. Juli geht’s im neuen Laden weiter

Der Zeitplan für den Umzug steht bereits fest: Am 28. Juni wird das bisherige Geschäft geschlossen. Zwei Wochen später beginnt das neue Kapitel. Am 14. Juli feiert „Robertos Backshop“ seine Neueröffnung im ehemaligen Gebäude der Metzgerei Weindel.

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