Kreis Südliche Weinstraße Aus Kasachstan in die Kurstadt

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Auf 60 Jahre Ehe können am heutigen Samstag Mina und Andreas Müller zurückblicken und feiern somit ihre Diamantene Hochzeit. Seit etwa 20 Jahre wohnen sie in Bad Bergzabern und fühlen sich nach eigener Aussage sehr wohl in dem kleinen Kurstädtchen.

Mit 19 beziehungsweise 20 Jahren heirateten sie damals und zogen zu den Eltern von Ehemann Andreas in den kleinen Ort Borisovka in Kasachstan. Sie bekamen drei Kinder, eine Tochter und zwei Söhne. Andreas Müller arbeitete als Müller in einer Mühle im Dorf, seine Ehefrau Mina arbeitete bei einem Schafzüchter. Nebenbei gab es noch einen riesigen Garten, den das Ehepaar bewirtschaftete, um so die vielköpfige Familie durchzubringen. Ebenfalls betrieben sie noch eine kleine Landwirtschaft. „Wir mussten morgens sehr früh aufstehen“, erzählt die 79-jährige Mina Müller. „Die Kühe wollten gemolken werden und ein Teil der Landarbeit war zu erledigen.“ Nach der Arbeit in der Mühle und bei den Schafen, ging es zuhause direkt weiter, fügt Andreas Müller, 80 Jahre alt, noch hinzu. Es war harte Arbeit, ein ganzes Leben lang, resümiert das Ehepaar. Doch als die erwachsenen Kinder mit ihren Ehepartnern sich entschlossen, nach Deutschland überzusiedeln, wagten sie, mittlerweile im Ruhestand, ebenfalls den neuen Weg. Nachdem die Eltern von Ehemann Andreas verstorben waren, verkauften sie ihr Hab und Gut und folgten den Kindern in die Pfalz. „Wissen sie, Kasachstan ist ein hartes Land. Im Winter bis zu minus 40 Grad Celsius und im Sommer bis zu plus 40 Grad. Es gibt wenig Regen, sodass man immer um die Ernte bangen musste“, erzählt das Ehepaar. Mina und Andreas Müller können heute drei Kinder mit Ehepartnern, sechs Enkel und zehn Urenkel um sich scharen. Sie selbst haben für ihren großen Tag nichts geplant, aber die Kinder, Enkel und Ur-Enkel wollen die Jubilare überraschen. Darauf freuen sich beide sehr. (alve)

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