Kreis Südliche Weinstraße Anfangsskepsis schon lange überwunden

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Die im September 1989 in Bad Bergzabern gegründete Biomed-Klinik für integrative Onkologie und Hyperthermie hat in den 25 Jahren ihres Bestehens nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministers Alexander Schweitzer „ihren Platz in der Landschaft der Krankenhäuser gefunden“. Als Festredner bei der Jubiläumsfeier am Samstag in der Schlosshalle äußerte der Politiker die Zuversicht, dass die Klinik ihre Position beibehalte.

Schweitzer

bezeichnete in seiner Rede die Biomed-Klinik als ein anerkanntes Haus der stationären Behandlung von Krebspatienten in der Südpfalz. Der gute Ruf der Klinik reiche über die Landesgrenzen hinaus. Da Krebs die ganze Familien verändere Krankheit, sei es wichtig, dass die von der Bergzaberner Klinik angewandte Therapie mit der Zeit eine so gute Entwicklung genommen habe, sagte er. In den Augen von Chefarzt Friedrich Migeod war die Gründung der Biomed-Klinik vor einem Vierteljahrhundert durch den Mediziner und Diplomphysiker E. Dieter Hager ein mutiger Schritt. Der Weg bis heute sei steinig gewesen und zeitweise existenzbedrohend. Aber die Einrichtung habe sich immer dem Wettbewerb der verschiedenen onkologischen Behandlungsmethoden gestellt und dabei Erfolg gehabt. Der Bad Bergzaberner Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig, von Beruf Arzt, bescheinigte der Klinik, zur Enttabuisierung der Krankheit Krebs beigetragen zu haben. Die praktizierte Art der Krebstherapie sei anfangs „nicht so gelitten worden“. Er freute sich, dass die Biomed-Klinik die Kurstadt zu einem Zentrum der onkologischen Therapie habe werden lassen. Es sei immer das Ziel der Klinik gewesen, eine uneingeschränkte Akzeptanz der komplementären Medizin zu erreichen, unterstrich Verwaltungsdirektorin Elke Walther. Im Mittelpunkt der Arbeit stehe die Erhaltung der Lebensqualität der Patienten. Dafür sorgten 21 hochqualifizierte Mitarbeiter. Der als „Urgestein der Klinik“ vorgestellte Oberarzt Ion Krautgartner erinnerte an Gründer Hager, der neue Wege der Therapie beschritten habe. Der Anfang sei schwer gewesen. Damals hätten viele Ärzte seinen Methoden der Krebsbehandlung skeptisch gegenüber gestanden. Heute gehörten sie auch zum Programm von Unikliniken. Chefarzt Migeod stellte den zahlreichen Zuhörern das medizinische Spektrum der Klinik vor. In den vergangenen 20 Jahren seien große Fortschritte bei den Behandlungsmethoden erzielt worden. Die Hyperthermie, die Überwärmung des Körpers, sei bei der Bekämpfung vieler Krankheiten heute sehr wichtig. Dass es seit der Gründung der Biomed-Klinik gelungen sei, die klassische Onkologie- mit der Komplementärtherapie zu versöhnen, stimme ihn froh. Die in Bad Bergzabern niedergelassene Ärztin Silvia Maurer, Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, betreut nebenbei in der Biomed-Klinik auf der seit Januar bestehenden Palliativstation Patienten. Dabei sei Ziel der umfassenden Betreuung krebskranker Menschen, ihnen leben zu helfen und denen beizustehen, die sterben müssten, dass sie ihr Leben mit Würde und in Frieden beenden könnten. (güw)

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