Kreis Südliche Weinstraße Altersgerecht für jedes Alter

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„Bad Bergzabern liegt wunderbar, und es ist alles da“, schwärmt ein Ehepaar aus Berg. Sie haben eine der Wohnungen in der Wohnanlage „Orchideengarten“, Blumenstraße 9, gekauft, die nach einem Jahr Bauzeit bezugsfertig sind. Zwölf Wohnungen sind oberhalb des Gärtnereigeländes Pfeiffer in unmittelbarer Nähe des Schlosses entstanden, 2,2 Millionen Euro hat die HP-Projektentwicklung GmbH aus Hochdorf-Assenheim investiert, Vertriebspartner war die VR Bank SÜW.

Die mittlerweile zehn Eigentümer der Zwei- bis Dreizimmerwohnungen, inklusive zweier Penthousewohnungen waren zum Abschluss des Bauprojekts im Hof des „Orchideengartens“ von den Bauträgern Felix Pfirrmann und Herbert Hery von der HP-Projektgesellschaft eingeladen worden, um zu feiern. Die Wohnungen sind altersgerecht und barrierefrei ausgestattet, auf Wunsch können die Bewohner Betreuungsverträge mit der Ökumenischen Sozialstation abschließen, die vor Kurzem das Kreisaltenheim neben dem Schloss gekauft hat und nach dem Umbau ihren Sitz in Bad Bergzabern haben wird. Im Haus gibt es ein Notrufsystem, ein Pflegebadezimmer und einen Bettenaufzug. „Wir wollten die Infrastruktur so gestalten, dass die Bewohner möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben können“, sagt Herbert Hery, in der Projektgesellschaft zuständig für Statik, technische Bearbeitung und Verwaltung. Der Kauf einer Wohnung, die zwischen 60 und 100 Quadratmeter groß sind und ab 170.000 Euro verkauft wurden, war aber nicht an ein bestimmtes Alter gebunden und auch nicht an die Bedürftigkeit der Bewohner. Das Altersspektrum reicht von unter 50 bis fast 80 Jahre. Mit dem Bauverlauf auf dem insgesamt rund 1400 Quadratmeter großen Areal ist Architekt Pfirrmann im Rückblick sehr zufrieden. „Mit den Handwerkern hat es sehr gut geklappt, wir hatten viele regionale Firmen beschäftigt und sind drei Monate früher fertig geworden“, sagt er. „Man konnte wunderbar mitbestimmen, auch bei der Planung der Wohnung“, ist das Lob einer Wohnungseigentümerin. Die Motivation der Käufer ist unterschiedlich. Ein Ehepaar hat sein ohne die Kinder zu großes Haus verkauft, ein anderes will aus einer kleinen Gemeinde in die Kurstadt ziehen. „Es ist alles da, wir haben hier Kliniken, Ärzte, den Kurpark, die Therme und die Innenstadt“, sagen sie. Das Haus werde in die soziale Infrastruktur eingebettet, so Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig. Die Sozialstation sei in der Nähe, ebenso die „Lebensräume für Jung und Alt“ der Liebenaustiftung, die im ehemaligen Anwesen Vogel/Wilhelmy entstehen sollen. „Das Einzige, was mir noch Sorgen macht, ist die Belebung der Innenstadt“, sagt Ludwig. Thema war auch der Name der Anlage, „Orchideengarten“. Kein Fantasiename, um der Blumenstraße Rechnung zu tragen. Auf dem Gelände befand sich einst ein Gewächshaus mit der Orchideenzucht von Wilhelm Pfeiffer, dem verstorbenen Bruder des Besitzers der gegenüberliegenden Gärtnerei, Hans Pfeiffer. (pfn)

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