Kreis Südliche Weinstraße „Alle sollen in der Kirche ihren Platz finden“

Zum deutlichen Merkmal für ein „großes Stühlerücken“ bei den gemeindepädagogischen Diensten des protestantischen Kirchenbezirks Bad Bergzabern, wie Dekan Dietmar Zoller es nannte, wurde der Gottesdienst zur Amtseinführung von Roland Braune als Jugendreferent, Ute Braune als Familienreferentin und Rainer Brunck als Seniorenreferent am Sonntagnachmittag in der Bergzaberner Marktkirche.
Mit ihrer Beauftragung wird nach den Worten des Dekans ein weiterer Schritt innerhalb der seit Jahren anhaltenden Bestrebungen des Kirchenbezirks getan, Menschen jeden Alters anzusprechen und ihnen die Zusicherung mit auf den Weg zu geben, dass sie alle in der Kirche ihren Platz finden und behalten. Ziel dabei sei es gewesen, die Arbeit der Diakonie in Fachbereiche zu gliedern und Angebote zu schaffen, die auf die Menschen in den unterschiedlichen Phasen ihres Lebens zugeschnitten sind. Der Dekan dankte allen, die in den vergangenen Jahren an dieser Zielsetzung schon gearbeitet haben, sei es in Jugendgottesdiensten und Sprechkreisen, in Kinder- und Krabbelgruppen – bei Familienfreizeiten oder in der Anlaufstelle für Senioren. Zoller zitierte eine lange Liste von Aufgabenstellungen, die zu Anbeginn durch eine erfolgreiche Altersfreizeit ins Rollen gebracht worden seien. Dies münde nun in die Unterteilung in die einzelnen Aufgabenbereiche des Jugendreferenten, der Familienreferentin und des Seniorenreferenten, für deren Wahrnehmung der Dekan Roland Braune, Ute Braune und Rainer Brunck Kraft, Kreativität und Aufmerksamkeit sowie die einsatzfreudige Bereitschaft ehrenamtlicher Mitarbeit wünschte. Alles Handeln habe auch mit dem Auftrag der Kirche zu tun, die Menschenfreundlichkeit Gottes ebenso zu vermitteln wie die tragende Kraft des christlichen Glaubens als eines Gewinns für das Leben. Den drei Referenten, die mit freudigem „Ja“ die Annahme ihres Amtes bekundeten, erteilten Pascal Daussmann, Anja Lebkücher und Rita Baier als Assistenten mit ihren Segenswünschen Zuspruch und Geleit für ihre Aufgaben. In einer Art szenischer Predigt unter Schutzhelmen legten die drei ein programmatisches Bekenntnis zu ihren Aufgaben auf der Grundlage ab, die auf der „Baustelle“ im Wechsel teils von Vorgängern, teils von ihnen selbst bereits geleistet worden ist, getreu dem Korintherbrief so, wie es der Herr jedem gegeben habe. Beim Glauben wie im Leben komme es auf das Fundament an, Jesus Christus. Jeder baue mit dem Material, das ihm vertraut sei, kontinuierlich weiter, doch hänge das Gelingen stets am Segen Gottes. In dieser Zuversicht wollten sie sich ihren Aufgaben zuwenden. Freude, Begeisterung und ein Herz für die Menschen seien die Beweggründe zur Einladung an alle, die gemeindedienstlichen Angebote anzunehmen. Mitarbeiter, bewährte wie neu hinzutretende, seien dazu immer willkommen. Grußworte aus der Verbandsgemeinde- und Stadtverwaltung und dem Dekanatssprecherkreis sowie des Jugendpfarrers Victor Damerow leiteten über zu einem Empfang mit allgemeinem Gedanken- und Gesprächsaustausch der Gemeindeglieder mit den Referenten. Seine eigene Prägung, die womöglich auch für den Stil spricht, mit dem die Neuernannten mit ihrer Arbeit umgehen werden, gewann der Gottesdienst unter anderem dadurch, dass für die Teilnahme keinerlei Gebrauch der Gesangbücher notwendig war, sondern die Liedtexte mit modernen Kommunikationsmitteln auf die Leinwand geworfen und von Roland Braune selbst kräftig angestimmt und auf der Gitarre begleitet wurden. Aber auch auch auf diese Weise durften sich alle in der Gewissheit des den Gottesdienst einleitenden Liedverses zusammenfinden: „In Deinem Haus, Vater, bin ich gern.“ (hd)